69 posts categorized "Tennis & Golf"

23.02.10

Aufschlag Kohlschreiber

Der Augsburger als Führungsspieler im Daviscup 

Hamburg, 23. Februar (Peter R. Dienst/ots): Für das Spiel der deutschen Mannschaft in der ersten Runde des Tennis-Daviscups gegen Frankreich hat Teamchef Patrik Kühnen jetzt Philipp Kohlschreiber, Benjamin Becker, Simon Greul und Christopher Kas nominiert. Die Partie findet vom 5. bis 7. März im Palais des Sports in Toulon statt. Der Sieger trifft im Viertelfinale vom 9. bis 11. Juli auf die Schweiz oder Spanien. 

„Die Favoritenrolle liegt bei den Franzosen, aber natürlich fahren wir zum Spiel nach Toulon, um auch zu gewinnen", betont Patrik Kühnen klar und deutlich. „Wir nehmen die Herausforderung an, werden uns optimal vorbereiten und alles tun, um die Überraschung zu schaffen." Nicht mit dabei ist Tommy Haas. Der 31-Jährige fühlt sich nicht fit genug für die Belastung und steht deshalb nicht zur Verfügung. Nach der Absage von Haas reist nun  Philipp Kohlschreiber als Deutschlands Nummer eins an die französische Mittelmeerküste. „Seit seinem Debüt in Belgien 2007 hat sich Philipp zu einem Leistungsträger im deutschen Team entwickelt und seine Qualitäten sowohl im Einzel als auch im Doppel immer wieder bewiesen. Seine Erfolge im Daviscup sprechen für sich", sagt Patrik Kühnen über den gebürtigen Augsburger.

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01.02.10

Wenn die Zeit reif ist

„Bestes Tennis“ von Melbourne-Verlierer Murray kommt noch 

Melbourne, 1. Februar (isk-Korrespondent Norman M. Noyber): Am Ende der Australian Open war Andy Murray wieder der schottische Loser – so die englische Sicht – und nicht der erste britische Sieger eines Grand-Slam-Turniers seit Jahrzehnten. „Gewinnen musst du mehr lieben, als du verlieren hasst!“ hatte sich der 22-Jährige eingeschärft. Aber er scheiterte im Endspiel, wie schon im Halbfinale der US Open, erneut an Roger Federer, dessen Ruhm in der Tennisgeschichte einen neuen Zenit erreicht hat.

Vorausblickend setzt Murray nun darauf, dass er sein „bestes Tennis“ zwischen dem 23. und 26. Lebensjahr spielen wird. Federer ist altersmäßig darüber hinaus, Nadal könnte schon mit 23 an seine Karrieregrenze stoßen. Deshalb sieht Murray in Novak Djokovic (22) und Juan Martin del Potro (21) seine künftigen Hauptrivalen. Nach Auffassung von Björn Borg und John McEnroe dürfte sich Murray als der Stärkere durchsetzen. Er gilt als ungeheuer trainingsfleißig. Zur Ablenkung sitzt er oft „sieben Stunden am Tage“ (so Brad Gilbert, sein früherer Trainer) vor einer PlayStation. Zwei Ereignisse haben das Leben des jungen Andy entscheidend geprägt: Die Trennung seiner Eltern und das Massaker im März 1996 in seiner Schule im schottischen Dunblane. Nur durch glückliche Fügung überlebte er im verbarrikadierten Rektorzimmer, während 16 Mitschüler und ein Lehrer im Kugelhagel eines Amokläufers starben. Darüber noch heute verstört, bricht Murray jedes Interview abrupt ab, wenn er nach diesem Schreckenstag gefragt wird. Und wie von Dämonen getrieben, wirkt er manchmal auf seine Gegner. 

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24.11.09

Hautevolee des Sports

Maria Scharapowa führt Russlands Geldrangliste an 

Die Tennisspielerin Maria Scharapowa hat im Jahr 2009 bisher 24 Millionen US-Dollar verdient und ist damit die absolute Großverdienerin unter den russischen Profi-Sportlerinnen und -sportlern; das jedenfalls berichtet nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Novosti das russische Magazin "Finans". 

Moskau, 24. November (sps-Korrespondent Juri Titow): 

In der Liste der 25 Sportler, die die höchsten Einkommen in Russland verzeichnen, sind alleine 16 Eishockeyspieler verzeichnet, auch ein Beweis dafür, wie hoch der internationale Stellenwert der Kufen-Cracks im Lande ist. Außerdem werden neben Scharapowa noch zwei weitere Tennisspieler, fünf Fußballer und ein Basketballspieler gelistet. Maria Scharapowas Einkünfte sind jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Millionen Dollar zurückgegangen. Gleichwohl wird sie sich keine Sorgen – wie so viele ihrer Landsleute – machen müssen. Allerdings ist bemerkenswert, dass sie von den 24 Millionen lediglich 0,9 Millionen auf dem Tennisplatz verdient hat, der Rest stammt aus ihren Werbeverträgen. Auf Platz zwei liegt Basketballspieler Andrej Kirilenko, dessen Vertrag mit dem NBA-Club Utah Jazz einen Jahresverdienst von 15,1 Millionen Dollar vorsieht. Diese Summe könnte sogar wachsen, wenn Kirilenko zum NBA-Club New Jersey Nets überwechselt, dessen Miteigner ab dem nächsten Jahr der russische Großunternehmer Michail Prochorow sein wird. Das Spitzentrio schließt der Eishockeyspieler Alexander Owetschkin aus dem NHL-Club Washington Capitals mit 12 Millionen Dollar ab. Zum viertgrößten Verdiener unter Russlands Sportlern wurde Arsenal-Spieler Andrej Arschawin mit 11,25 Millionen Dollar, schreibt das Magazin.


23.11.09

Der Murray-Effekt

Schottische Invasion beim ATP-Turnier in London 

Umdenken müssen Tennisfans in dieser Woche in London: Anstatt nach Wimbledon zum All England Club mit der District Line fahren sie nach Greenwich zur O2-Arena mit der U-Bahn. Zum ersten Mal findet das Finale der ATP World Tour an der Themse statt. Seit dem Start 1970 in Tokio hat das Topturnier zum Saisonschluss – inzwischen so bedeutend wie ein Grand Slam-Event – in 13 anderen Städten gastiert, die beiden letzten Male in Shanghai. 

London, 23. November (isk-Korrespondent Norman M. Noyber): 

Die Anlage auf dem Gelände der Olympischen Sommerspiele 2012 erlebt einen riesigen Zuschaueransturm. Mehr als 270 000 dürften ins herbeiströmen, weil aus Schottland und Nordengland eine wahre Besucherinvasion erwartet wird: der Murray-Effekt macht’s! Denn der 22-Jährige aus Dunblane, derzeit die Nr. 4 in der Weltrangliste, will vor unterstützender Kulisse seinen ersten großen Triumph schaffen. Den ersten Vorrundensieg gegen Juan Martin del Potro hat er schon errungen. Auf den Sieger – die Finalgegner werden in zwei Gruppen mit je vier Cracks nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ermittelt – wartet über eine Million US-Dollar, ein Batzen mehr als für den Wimbledon-Champion. Roger Federer (Auftakterfolg gegen Fernando Verdasco) möchte seinen fünften Masters-Titel holen und so mit Ivan Lendl und Pete Sampras gleichziehen. Vorjahrstriumphator Novak Djokovic in der leichteren Gruppe mit Rafael Nadal, Nikolai Dawidenko und Robin Söderling (als Ersatzmann für Andy Roddick) ist nach dem Indoor-Sieg in Paris in Höchstform.

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30.10.09

Lockende Versuchung

Justine Henin und die Lust, wieder Tennis zu spielen 

Nun als auch Justine Henin! Nach Kim Clijsters’ Comeback (Sieg bei den US Open) will Justine Henin auf die WTA-Tour zurückkehren. Offenbar hat die 27-jährige belgische Tennisspielerin aus Wallonien der Ehrgeiz gepackt, es der 26-jährigen Flämin gleichzutun

Brüssel, 30. Oktober (isk-Korrespondent Norman M. Noyber): 

Als Justine Henin im Mai 2008 aufhörte, gab sie an, die Leidenschaft für Tennis verloren zu haben. Wie ihr Trainer Carlos Rodriguez jetzt verriet, will sich Justine jedoch noch einen großen Traum erfüllen: den Sieg in Wimbledon. Die zierliche Belgierin gewann sieben Grand Slam Turniere: viermal die French Open, zweimal die US Open und einmal in Australien. Außerdem holte sie olympisches Gold 2004. Zu ihrem Preisgeld von fast 20 Millionen US-Dollar trugen weitere 34 Turniersiege bei. Nach zwei Schaukämpfen in Charleroi und in Dubai im Dezember sowie einem Auftritt in Brisbane soll ihre zweite Karriere im Januar 2010 – per Wild Card – in Melbourne beginnen. „Ich bin glücklich, dass ich mein Comeback ankündigen kann“, sagte Henin jetzt im belgischen Fernsehen. „Geduld ist nicht meine starke Seite, aber auch wenn ich früher ganz oben stand, muss ich nun wieder unten anfangen.“ Der neue WTA-Boss Stacey Allaster erklärte, Justine sei eine herausragende Spielerin, Millionen Fans in aller Welt freuten sich über ihre Rückkehr.

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27.10.09

Unruhe im Tennisbund

Landesfürsten stehen dem DTB-Chef kritisch gegenüber 

Der Präsident des Deutschen Tennis Bundes, Georg von Waldenfels, ist in jüngster Vergangenheit mehrfach hart kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert worden. Insbesondes die Landesfürsten mäkeln an der DTB-Führung herum. Auch Dirk Hordorff, der Chef des hessischen Verbandes, übte jetzt harsche Kritik an dem Präsidenten. 

Hamburg, 27. Oktober (cosmos pps-Korrespondenz): 

Nach Vermutungen von Dirk Hordorff, dem Vorsitzenden des Hessischen Tennisverbandes (HTV), wird DTB-Chef Georg von Waldenfels nicht bis zum Ende seiner Amtsperiode als Präsident des Deutschen Tennis-Bundes im Amt bleiben. Nach seinen Informationen werde von Waldenfels „nicht bis 2011“ den Chefsessel besetzen, sagte Hordorff, in einem Gespräch mit dem Web-TV-Sender tennislive.tv. Hordorff wies zugleich Spekulationen zurück, wonach er selbst Interesse an der Führungsposition beim weltgrößten Tennisverband habe: „In den Landesverbänden gibt es einige interessante Kandidaten, die für diese Aufgabe in Frage kommen“, erklärte Hordorff in dem Gespräch. Nach Informationen von tennislive ist auch der Chef des Niedersächsischen Tennisverbandes, Gottfried Schumann, als neuer DTB-Chef im Gespräch. 

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15.09.09

Peitschende Vorhand

Wie Juan Martin del Potro den Schweizer Federer entthronte 

Der 20-jährige Argentinier Juan Martin del Potro ist der neue Shooting-Star der Tennis-Szene. Beim Finale der US-Open in New York setzte sich der 1,98 Meter große Südamerikaner in fünf Sätzen gegen Roger Federer durch, für den Schweizer die erste Niederlage nach 40 Siegen in Flushing Meadows. 

New York, 15. September (Guido Dobbratz): Juan Martin del Potro erhielt neben 1,6 Millionen Dollar Preisgeld auch die Anerkennung seines Finalgegners: „Er hat den Sieg verdient“, befand Federer nach einer Spielzeit von über vier Stunden. Martin del Potro verdankte seinen Erfolg vor allem seiner peitschenden Vorhand und seiner jugendlichen Unbekümmertheit. Diese Tugenden zeichnen den Sohn eines Tierarztes und einer Lehrerin aus der Nähe von Buenos Aires schon seit Beginn seiner Profikarriere vor fünf Jahren aus. Als großgewachsener Schlaks gehörte er bereits 2005 als Jüngster zu den besten 200 Akteuren der Welt, ein Jahr später war er der Benjamin unter den besten 100. Schon 2008 katapultierte er sich als Jüngster in die begehrte Top Ten.

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13.08.09

Immer Ärger mit dem Knie

Montreal war bisher noch keine echte Prüfung für Nadal

Der spanische Tennisspieler Rafael Nadal ist beim Tennisturnier in Montreal/Kanada angetreten, um sich nach langwieriger Verletzung wieder in die Wettkämpfe zu wagen, aber so richtig konnte er sein lädiertes Knie bisher nicht testen. Nach einem Freilos in der ersten Runde kam er gegen seinen  Landsmann David Ferrer in die nächste Runde, weil dessen Knie nicht durchhielt. Es ging nur bis zum 4:3 für Ferrer, die Zeit war zu kurz, um Nadal wirkliche Aufschlüsse über seine Form zu vermitteln.

Richard E. Porter: (Montreal, 13. August). - Rafael Nadal, der wegen einer Sehnenentzündung in beiden Knien nach dem sensationellen Aus in Paris zehn Wochen Zwangspause hatte einlegen müssen, war schon sehr frühzeitig nach Kanada geflogen, um sein Comeback vorzubereiten. Doch wie es wirklich um ihn steht, weiß niemand so genau, Deshalb sind die Matches in Montreal so wichtig.  Toni Nadal, sein Onkel und Trainer, dämpfte allzu große Erwartungen. „Dass er wieder spielen kann, freut uns“, sagte er, „ob er aber schon die nötige Kondition mitbringt, um in Höchstform zu spielen, ist fraglich.“ Primäres Ziel sei nicht der neuerliche Titel, sondern Rafas Vorbereitung auf die US Open unter Wettkampfbedingungen. Der 23-Jährige sagt selbst: „Mein größter Wunsch ist es, wieder gesund und glücklich Tennis spielen zu können.“  Doch wenn der mit großem Kraftaufwand agierende Profi aus Manacor aber weiter Raubbau an seinem Körper treibt, dürfte das Ende seiner Karriere früher kommen als bei anderen. Nadal musste bereits im letzten Herbst aussetzen und auf den Masters Cup sowie das Finale im Davis Cup verzichten.

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10.08.09

Cincinnati Kim

Tennisspielerin Clijsters kehrt in Tennissport zurück

Die 26-jährige Belgierin Kim Clijsters hat seit nunmehr über zwei Jahren kein größeres Tennisturnier mehr bestritten, ist aber nun wieder „heiß“ auf die Ballwechsel – die Mutter einer 18 Monate alten Tochter  wird in Cincinnati in den Sport zurückkehren und ein Comeback versuchen. 

 

Guido Dobbratz: (Cincinnati, 10. August). -  34 Einzel- und elf Doppeltitel hat Kim Clijsters in ihrer neunjährigen Karriere gewonnen, fast 15 Millionen Dollar Preisgeld eingespielt und 19 Wochen lang in der Weltrangliste an Nr. 1 gestanden. Nun will sie Familie mit dem Beruf wieder vereinbaren und in dieser Woche beim Turnier in Cincinnati erneut angreifen. Danach geht es nach Toronto und schließlich stehen noch die US Open in New York auf ihrem Spielplan. „Danach werde ich entscheiden, wie und wie lange es mit dem Tennissport weitergeht. Das wird eine Entscheidung unserer Familie und ich werde mich da nicht unter Druck setzen lassen“, erläuterte die mit dem amerikanischen Basketballprofi Brian Lynch verheiratete Belgierin. Einen Fehler will sie in ihrer neuen Rolle allerdings nicht mehr machen: zu viele Turniere in kürzester Zeit einzuplanen. „Das habe ich oft übertrieben und deshalb war ich auch öfter verletzt, konnte nicht immer mein Leistungspotenzial abrufen. Jetzt aber habe ich die Prioritäten anders gesetzt und ich freue mich zunächst einfach auf mein Comeback.“

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16.07.09

Immer mehr Spaß

Hohe Akzeptanz für Teamchef Patrik Kühnen

 

Am vergangenen Wochenende fieberte er noch mit dem deutschen Team bei der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Spanien in Marbella, nun sitzt er nach dem Davis Cup wieder voller Aufmerksamkeit beim „Mercedes Cup“ in Stuttgart und verfolgt interessiert das Geschehen der deutschen  Protagonisten: Teamchef Patrik Kühnen, der nach eigener Aussage immer mehr Spaß an seinem Job hat. 

Guido Dobbratz: (Stuttgart, 16. Juli). - Der 43-Jährige hat seinen Platz im deutschen Tennis gefunden und eine hohe Akzeptanz bei den Spielern: „Patrik besticht durch seine Ruhe und findet immer die richtigen Worte“, so Philipp Kohlschreiber, die neue Leitfigur der deutschen Racket-Spezialisten. Tatsächlich hat Kühnen in seiner nunmehr sechsjährigen Tätigkeit immer mehr Spaß an seinem Job gefunden, verbesserte permanent und feinfühlig den Teamgeist. „Da gibt es keine Individualisten mehr und wir ziehen alle an einem Strang“, gibt der Teamchef das Lob an die Spieler zurück. Kühnen hat auch die Absprache mit den jeweiligen Heimtrainern verbessert und sieht sich da auf einem guten Weg. „Es gibt nur noch ein Miteinander“, beschreibt er den intensiven Kontakt mit den Heimtrainern.

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