8 posts categorized "Snooker & Dart"

04.05.09

Der Zauberer von Wishad

Schotte Higgins holt dritten WM-Titel im Snooker

EyeTVSnapshot[3] John Higgins wurde am Montagabend neuer Weltmeister im Snooker, nachdem er  im Finale gegen seinen englischen Gegner Shaun Murphy mit 18:9 Frames (Sätzen) klar gewann, damit seinen dritten Titel holte und 267 500 Euro Preisgeld kassierte (Foto: © Semjorka Ltd. London).

Von Erich Stör

Frankfurt am Main, 4. Mai. Die Billard-Spezialsportart namens  Snooker ist in Großbritannien mehr als  populär, erreicht gelegentlich bei Übertragungen höhere Einschaltquoten als bei Fußball-Matches; in den deutschsprachigen Ländern ist Eurosport der Spezialsender und verfügt in Rolf Kalb über einen exzellenten Kommentator, der wie kein anderer versteht, das Ereignis mit fundierter Sachkenntnis „an die Frau und den Mann“ zu bringen. So auch diesmal, als er das Finale wie auch die vorherigen Matches begleitete. Die WM ging wieder in Sheffield über die Bühne, und nicht nur im Saal schauten alle gebannt auf den Tisch, auch an den Fernsehgeräten oder im Internet wurde das Finale live verfolgt. Die Fans sahen einen der besten Titelkämpfe der letzten Jahre und im Finale wuchs John Higgins, der wegen seiner Spielkunst und im Hinblick auf seinen Geburtsort auch als „Zauberer von Wishad“ bezeichnet wird, über sich hinaus. Seinem Gegner Murphy blieb nur die lapidare und anerkennende Analyse: „John hat einfach phantastisch gespielt, manchmal wusste ich gar nicht mehr, was ich machen sollte.“

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19.12.08

Taylor und die fliegenden Pfeile

Bei der Dart-WM kämpfen 69 Männer und eine Frau um den Titel

Taylor05Phil Taylor ist längst nicht mehr das Maß der Dinge, wenn die besten Dart-Spieler der Welt um ihr Championat kämpfen. Die Zeiten haben sich geändert. Christian Stör berichtet über die Entwicklung

London, 19. Dezember.- Die Spitzenspieler rücken immer  näher zusammen, die Konkurrenz schäft nicht und wer den Titel gewinnt, ist vorerst völlig offen. Immerhin: Bis vor zwei Jahren war die Frage nach dem Sieger im Grunde schon vor dem Turnier beantwortet. Wer anders als Phil Taylor hätte damals auch die Weltmeisterschaft des PDC ("Professional Darts Corporation") gewinnen können? Immerhin diente der Begriff "Weltmeister" diesem unheimlichen, weil quasi unbesiegbaren Profi aus Stoke-on-Trent schon fast als so eine Art Berufsbezeichnung. Doch die Zeiten haben sich geändert; auch der 48-Jährige, der 1990 und 1992 zweimal den WM-Titel der "British Darts Organisation" (BDO) und elfmal den der PDC holte, ist längst nicht mehr so unantastbar wie ehedem. So unterlag der Engländer bei der Weltmeisterschaft 2007 in einem dramatischen Finale mit 6:7 dem Niederländer Raymond van Barneveld, ehe Taylor bei der WM 2008 bereits im Viertelfinale gegen seinen Landsmann Wayne Mardle aus dem Turnier flog, das letztlich der Kanadier John Part durch ein 7:2 gegen den Überraschungsfinalisten Kirk Shepherd (England) gewann.

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16.01.08

Kunst und Gefühl am Snooker-Tisch

Das Geschäft boomt und bringt eine neue Turnierserie hervor

Higgins2 "Ich war ganz erstaunt, dass ich auf der Straße erkannt und um Autogramme gebeten wurde", erklärte Weltmeister John Higgins und rief eine neue Snooker-Turnierserie ins Leben. (Foto: British press-Silverman).

London, 16. Januar (Von Kurt Walldorf). Der Sport wird immer mehr zum Geschäft; die Fernsehsender erfinden gewissermaßen ihre eigenen Highligts, um dem Zuschauer interessante Übertragungen bieten zu können. Das wird jetzt auch einer Meldung ersichtlich, die von der Public relations-Agentur "Inar-de" und Eurosport unter die Leute gebracht wurde. Demnach wird "Eurosport Events" - zuständig für Sportveranstaltungen der Eurosport- Gruppe und auch verantwortlich für den internationalen Vertrieb der Medien-Rechte - im Sommer eine neue internationale Snooker-Serie starten. Damit soll Snooker, eine spezielle Variante des Billardsports, das sich in den vergangenen Jahren immer grösserer Beliebtheit - insbesondere bei den Fernseh-Zuschauern erfreute - zur Ganzjahressportart mutieren.

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02.01.08

Erster Weltmeister des Jahres 2008

Ein Kanadier setzt sich in London die Dart-Krone auf

John_part_and_gary_cartmel Der Kanadier John Part (Foto: sps-Archiv) hat in London durch ein 7:2 gegen Kirk Shepherd das Championat des Profi-Dartverbandes PDC gewonnen.

London, 2. Januar (Von Christian Stör). Die Favoriten hatten bei dieser WM nicht viel zu lachen. Titelverteidiger Raymond van Barneveld, der sonst seine Spiele quasi im Vorbeigehen zu gewinnen pflegt, fand schon im Achtelfinale in Kevin Painter seinen Meister. Und auch Phil Taylor konnte nur einen Tag länger von seinem vierzehnten WM-Titel träumen. Im Viertelfinale war dann aber gegen Wayne Mardle Endstation. Zwar hatte Taylor schnell mit 3:0 geführt, doch wie schon in den Runden zuvor gegen Michael van Gerwen, Mark Walsh und Alan Tabern fehlte dem 47-Jährigen die übliche Präzision, sodass er sich am Ende mit 4:5 geschlagen geben musste.

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20.12.07

Mit der Kraft des Schmerbauchs

Dartprofi Phil Taylor will zum 14. Mal Weltmeister werden

Pict4397 Die besten Spieler der Welt werfen in London mit ihren Pfeilen auf die Dartscheibe, um die optimale Punktausbeute zu erreichen (Foto: Pixelio).

London, 20. Dezember (Von Christian Stör). So einer wie er polarisiert immer. Viele lieben ihn, viele lieben es aber auch, ihn zu hassen. Das ist, wie immer in solchen Fällen, gut fürs Geschäft, weshalb Phil Taylor für den Dartsport ein absoluter Glücksfall ist. Sicher, auch er neigt ein wenig zum Schmerbauch, wie so viele seiner Kollegen, was beim neutralen Betrachter durchaus die Frage aufwirft, ob es sich bei diesem Pfeilewerfen denn ernsthaft um einen Sport handeln könne. Eine Kunst aber ist es schon, die kleinen Darts aus einer Entfernung von 2,37 Metern punktgenau dorthin auf die Scheibe zu werfen, wo sie eben landen sollen, zumeist also in die nur acht Millimeter breiten Felder, die doppelte oder dreifache Punktzahl bedeuten. Und besser als Phil Taylor kann das kaum ein Zweiter auf der Welt. Dreizehn Mal hat er sich immerhin die Krone als bester Spieler aufsetzen dürfen, jetzt will er bei der Weltmeisterschaft in London, die noch bis Anfang Januar dauert, den Titel, den er zu Beginn dieses Jahres gegen Raymond van Barneveld verloren hat, wieder zurückholen.

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22.10.07

Exzellentes Lochspiel

Marco Fu gewinnt  Snooker-Grand Prix in Aberdeen

Fu3 Der Snooker-Spieler Marco Fu (Foto: Lewis) schlug beim Grand Prix in Aberdeen den herausragenden Altmeister Ronnie O'Sullivan.

Aberdeen/Frankfurt am Main (Von Erich Stör). Mit monotoner Gleichmäßigkeit verschwanden die bunten Kugeln (rot, schwarz, gelb, grün, blau pink) abwechselnd in den sechs Fallgruben am Rande des Tisches. Snooker, eine spezielle Variante des Billardspiels, erlebte am Wochenende im schottischen Aberdeen ein eindrucksvolles Finale beim Grand-Prix, doch die Snooker-Welt ist offensichtlich auch nicht mehr das, was sie einmal war. Denn innerhalb weniger Wochen entschieden zwei Spieler, die bisher eher in der zweiten Reihe agierten und in den Ranglisten bisher nicht zu den Top 16 zählten, wichtige Turniere zu ihren Gunsten. Bei den Schanghai-Masters siegte vor einigen Wochen der Waliser Dominic Dale; beim Grand Prix-Finale am Sonntag bezwang der aus Hongkong stammende 29 Jahre alte Marco Fu im Finale den Snooker-Könner Ronnie O'Sullivan mit 9:6 Frames. Es war zweifellos eine Überraschung.

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08.05.07

John Higgins gewinnt Titel

John Higgins hat durch ein 18:13 gegen Mark Selby zum zweiten Mal nach 1998 den Weltmeistertitel im Snooker gewonnen. Das Finale endete erst gegen 1.53 Uhr MESZ - so spät wie noch kein Endspiel zuvor.

Die Ergebnisse der einzelnen Frames:

Higgins-Selby

  1. 73-25 (1:0)
  2. 58-32 (2:0)
  3. 19-95 (2:1)
  4. 25-76 (2:2)
  5. 10-132 (2:3)
  6. 97-0 (3:3)
  7. 98-11 (4:3)
  8. 86-5 (5:3)
  9. 75-0 (6:3)
  10. 85-9 (7:3)
  11. 101-24 (8:3)
  12. 70-61 (9:3)
  13. 59-75 (9:4)
  14. 98-0 (10:4)
  15. 78-55 (11:4)
  16. 116-0 (12:4)
  17. 36-73 (12:5)
  18. 0-110 (12:6)
  19. 35-65 (12:7)
  20. 4-74  (12:8)
  21. 0-66 (12:9)
  22. 48-72 (12:10)
  23. 81-40 (13:10)
  24. 63-70 (13:11)
  25. 75-2 (14:11)
  26. 22-82 (14:12)
  27. 54-77 (14:13)
  28. 71-33 (15:13)
  29. 57-43 (16:13)
  30. 129-1 (17:13)
  31. 78-1 (18:13) 

07.05.07

WM-Finale

In Sheffield kämpfen John Higgins und Mark Selby seit gestern um den WM-Titel im Snooker. Nach dem ersten Tag liegt Higgins mit 12:4 in Führung und benötigt nur noch sechs Frames, um zum zweiten Mal nach 1998 Weltmeister zu werden. (Quelle)

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