20 posts categorized "Ski Alpin & Snowboard"

09.02.10

Geschäfte laufen wie geschmiert

Lindsay Vonn mit drei Managern und Ehemann als Antreiber 

Whistler/Vancouver, 9. Februar (Guido Dobbratz): Lindsay Vonn hat schon alles gewonnen, nur eine olympische Medaille fehlt noch in ihrer Sammlung. Und daraufhin ist ihr ganzes Bestreben gerichtet, wenn sie sich in den nächsten Tagen auf die Pisten der kanadischen Whistler Mountains begibt. Die Experten trauen der 25-jährigen Amerikanerin dann sogar drei olympische Goldmedaillen zu – was einerseits ihren sportlichen Ruhm mehren und andrerseits auch ihre Kassen weiter kräftig klingeln lassen würde

Seit ihrem ersten Einsatz in der Weltklasse vor zehn Jahren (unter ihrem Mädchennamen Lindsey Kildow) im amerikanischen Park City bestritt sie 223 Weltcuprennen, 30 Mal stand sie ganz oben. Zwei Mal holte sich die blonde Athletin den Gesamt-Weltcup und auch am Ende dieser Saison dürfte sie sich erneut die begehrte Kristallkugel sichern. Besonders in der Abfahrt ist sie nicht aufzuhalten und nur einmal wurde sie in diesem Winter von ihrer deutschen Freundin und Rivalin Maria Riesch besiegt. Ansonsten aber dominiert sie dank ihrer ungeheuren Athletik und mentalen Stärke. Als einzige Frau im alpinen Zirkus ist sie mit Männerski unterwegs, kommt mit den längeren, schweren und steiferen Latten des „starken Geschlechts“ bestens zurecht. Die Idee dazu hatte ihr Ehemann Thomas Vonn, der einst selbst Rennfahrer war. Er tüftelte über das beste Material und schlug vor, es mit Männerskiern zu probieren. Lindsey kam auf Anhieb gut zurecht und über ruppige Pisten fährt sie oft ruhiger als ihre Konkurrentinnen. 

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05.02.10

Norwegischer Joker

Sportlegende Björn Dählie berät Shooting-Star Petter Northug  

Oslo/Vancouver, 5. Februar (isk-Korrespondent Matthias Huthmacher): Die erfolgreichste Langlauf-Nation der Welt hat ein Problem: Sie schafft es nicht, alle 20 ihr zustehenden Olympiaplätze bei den Winterspielen in Vancouver zu belegen, weil nicht genügend Sportler die Norm erfüllten. Nur 19 Läufer und Läuferinnen aus Norwegen fliegen nun nach Kanada, und von denen sind Lars Berger und Ronny Hafsas sogar vom Biathlon „geborgt“.

„Zu wenig Breite in der Spitze“ nennen sie das im Norden. Kaum Hoffnung also auf eine Tilgung der Schmach von vor vier Jahren, als keine einzige Goldmedaille heraussprang? Zumal sich auch die schmale Spitze bislang im Weltcup nicht mit Ruhm bekleckert hat. Aber es gibt einen, der im Alleingang die Ehre retten könnte: Petter Northug trauen sie jedenfalls zu, dass er alle zu vergebenden Goldmedaillen gewinnen könnte. Starten soll der 24-jährige Shootingstar in Vancouver jedenfalls auf sämtlichen Strecken. Das wären sechs Rennen im Laufe von 14 Tagen – da braucht es Stehvermögen. Und genau dort beginnen die Zweifel. Zwar führt der klassisch wie in der freien Technik gleichermaßen starke Norweger in der Weltcup-Gesamtwertung mit deutlichem Abstand vor Lukas Bauer – doch hat ihm der Tscheche nicht jüngst bei der Tour de Ski auf der achten und letzten Etappe den bereits sicher geglaubten Sieg entrissen?

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23.01.10

Spektakel am Hahnenkamm

Schweizer Didier Cuche siegt auf der Streif in Kitzbühel 

Kitzbühel, 23. Januar (Robert Roets/sps): Der Schweizer Didier Cuche, der bereits am Freitag den Super G in Kitzbühel gewonnen hatte, entschied einen Tag später auch die schwere Abfahrt auf der Streif für sich. Auf den zweiten Platz kam überraschend der Slowene Andrej Sporn. Der Österreicher Michael Walchhofer, der als einer der Favoriten auf den Sieg angesehen worden war, stürzte, so dass die Veranstaltung fast zu einem Debakel für die gastgebenden Österreicher geworden wäre. Doch Mario Scheiber als Vierter ließ wenigstens ein wenig Licht auf die rot-weiß-roten Farben fallen

Der Berg, von dem heruntergerast wird, heißt schlicht Hahnenkamm, was eigentlich nicht besonders eindrucksvoll klingt. Auch der Begriff "Streif" für die anspruchsvolle Abfahrtspiste hört sich eher harmlos an, doch schon am Anfang der Strecke braucht der Rennfahrer viel Mut, Entschlossenheit und auch Risikobereitschaft, wenn es sogleich durch die Mausefalle mit einem Gefälle zwischen 70 und 80 Prozent geht. Dabei muss der Körper des Rasenden schier Übermenschliches leisten. Es folgt der anspruchsvolle Steilhang mit der doppelten S-Kurve. In den Gleitpassagen namens Brückenschuss und Geschößwiese lässt sich ein wenig verschnaufen, bevor die Alte Schneise, die Seidlalm und der Lärchenhang sowie die Hausbergkante dem Fahrer alles abverlangen. Kurz darauf wird das Ziel erreicht, die Pulsmesser sind schier vor dem Zerspringen – immerhin liegen 3312 Meter hinter den Abfahrern, die gerade die als schwerste Piste geltende Streif bewältigt haben. 

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21.10.09

Jagd nach der Kristallkugel

Maria Riesch im Duell mit ihrer Freundin Lindsay Vonn 

Wenn am Samstag mit einem Riesenslalom der Auftakt zur alpinen Ski-Saison auf dem Rettenbachferner in Sölden im Ötztal erfolgt, dann beginnt wieder das Duell zwischen der deutschen Vorzeigeläuferin Maria Riesch und ihrer amerikanischen Freundin Lindsey Vonn um die große Kristallkugel. 

Sölden, 21. Oktober (isk-Korrespondent Guido Dobbratz): 

Maria Riesch ist längst die Vorzeigefrau im deutschen alpinen Skizirkus und ihre Popularität zeigte sich auch im Sommer bei den zahlreichen Werbe-Auftritten abseits der gewohnten Skipisten. Die Weltmeisterin im Slalomwedeln war überall zugegen und ihr neuer Manager Markus Höfl lotste sie zu zahlreichen Veranstaltungen. Maria Riesch fühlte sich sichtlich wohl bei diesen Glamour-Events, spielte ihre Rolle im Jet-Set. „Nun bin ich aber froh, dass es im Skisport wieder losgeht und ich auf den Pisten gefragt bin“, erläuterte sie bei einem letzten Pressetreff vor dem Auftakt in Sölden. Noch nie konnte die Läuferin aus Garmisch den Gesamtweltcup für sich entscheiden, doch sie ist immer dichter an die Amerikanerin heran gerückt. „Vielleicht schaffe ich es in diesem Winter, auch wenn sicherlich der Gewinn einer olympischen Medaille in Vancouver eine noch höhere Priorität besitzt“, erklärte die „Gold-Marie“ vor dem ersten Rennen.

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13.10.09

Hermann Maier schnallt die Ski ab

Österreichischer Rennfahrer tritt überraschend zurück 

Der österreichische Ski-Rennläufer Hermann Maier hängt die Skier an den Nagel. Zwölf Tage vor dem Saisonstart in Sölden verkündete der auch als "Herminator" titulierte Sportler in Wien überraschend seinen Rücktritt vom aktiven Sport. Der bald 37-jährige Maier sprach auf einer sehr emotionalen Pressekonferenz von einer "spontanen Entscheidung". 

Wien/Flachau, 13. Oktober (sps-Mitarbeiter Franz Turtschenthaler): 

Der Österreicher wurde in seiner langen Karriere zweimal Olympiasieger in Nagano 1998, hiolte drei Weltmeister-Titel, gewann viermal den Gesamtweltcup sowie 54 Weltcup-Rennen, was ihn zum erfolgreichsten Rennfahrer Österreichs machte. Bei einem Motorradunfall im August 2001 wurde er schwer verletzt, sein rechtes Bein musste mehrfach operiert werden, um eine Amputation zu vermeiden. Doch Maier nahm nach der Rehabilitation seine Karriere wieder auf, wenn gleich auch nicht mehr so dominant wie zuvor. Nach dem Saisonfinale Ende März 2009 in Aare musste sich der Flachauer allerdings wieder einer Knie-OP unterziehen, die aber nach seinen Angaben auf der Pressekonferenz nicht der Grund für seinen Rücktritt war. „Die Arthroskopie an meinem rechten Knie wurde Ende März zu einem idealen Zeitpunkt vorgenommen, sodass ich nach der Rehabilitation sofort ins Training einsteigen konnte. Alles verlief nach Plan. Mein Körper befindet sich in einem erstaunlich guten, eigentlich bewundernswerten Zustand, wie mir zuletzt auch die zwei Skitage auf dem Gletscher in Sölden zeigten. Dennoch – oder gerade deshalb – bin ich nach ein paar Tagen Bedenkzeit zu dem Entschluss gelangt, einen Schlussstrich zu ziehen und meine Karriere als Skirennfahrer mit dem heutigen Tag zu beenden.“ 

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19.09.09

Walchhofer im Windkanal

Vorbereitung auf die olympische Wintersaison in Ingolstadt 

Die olympische Wintersaison steht vor der Tür. Die Sportler trainieren an vielen Orten, um sich auf die Rennen in Vancouver (Kanada) vorzubereiten. Die alpinen Skifahrer werden ihre europäische Saison am 24. und 25. Oktober in Sölden (Österreich) beginnen, Um in Topform zu kommen, übten die Ski-Asse der Alpenrepublik aber auch im Windkanal in Ingolstadt. 

Ingolstadt/Zauchensee, 19. September (Richard E. Porter): 72 Hundertstelsekunden – mit diesem minimalen Rückstand, kaum größer als ein Augenzwinkern – verlor Michael Walchhofer vor vier Jahren Olympisches Gold in Turin an den Franzosen Antoine Deneriaz. Beim nächsten Anlauf im Februar in Vancouver will der Weltcupsieger im Abfahrtslauf deshalb nichts dem Zufall überlassen: Gemeinsam mit weiteren Teamkollegen der österreichischen Nationalmannschaft trainierte er jetzt im Windkanal der Firma Audi Ihr Ziel lautet ganz klar, das letzte noch so kleine Detail aus Mensch und Material herauszuarbeiten. Mit Rennen in elf Ländern und den Spielen in Vancouver als Höhepunkt wartet die neue alpine Saison mit vielen Herausforderungen auf die Athleten. Den letzten Feinschliff holten sich die Alpinen jetzt im Windkanal-Zentrum in Ingolstadt. 

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11.02.09

Die Zauberfee aus Comano

Tessinerin zelebriert Ski-Show bei der alpinen WM

Gut (wikipedia) Lara Gut, die Schweizerin aus Comano bei Lugano, hat schon zwei Silbermedaillen bei den alpinen WM-Rennen in Val d'Isere gewonnen, vielleicht auch, weil sie nach eigener Aussage "alles riskiert". (Foto: wikipedia)..

Val d’Isère/Lugano, 11. Februar (Von P. A. Bonsignore/isk) .- Jetzt rasten die Leute in Comano, wo höchst selten Schnee liegt, restlos aus. Hupkonzert auf der Ortsstraße, die im Sommer aufwändig neu geteert wurde. Am Kreisverkehr, vor neun Jahren übrigens Bestandteil der WM-Strecke der Rad-WM, hängen Plakate von Lara Gut, der bekanntesten Tochter des Fleckens hoch über Lugano. Zweimal Silber bei den alpinen Titelkämpfen in Val d’Isère. Und dabei muss es nicht bleiben. Ein Tessinerin, 17 Jahre jung, verdreht in Savoyen nicht nur den Burschen den Kopf, sondern verzaubert die gesamte Heimat. OK, Lindsey Vonn ist bisher noch ein bisschen erfolgreicher. Auch hübsch und fast so sprachengewandt wie Lara, die Italienisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch parliert. Aber der Schweizerin gehört die Zukunft, weil sie schon heute ihre Ski beherrscht wie gestandene Weltcup-Koryphäen.

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07.02.09

Allen eine Nase gedreht

Der Kanadier John Kucera Weltmeister in der Abfahrt

Kucera (sps) John Kucera kann es kaum fassen –  die Favoriten sind geschlagen, er ist Weltmeister in der alpinen Abfahrt. Wer hätte das gedacht? (Foto: Bildagentur Drocco, Mailand).

Val d'Isere, 7. Februar (Von Christoph Hellberg/sps).– In einem Vorbericht zur Ski-WM war im Hinblick auf die Abfahrt der Männer, die Königsdisziplin im alpinen Skisport,  folgendes zu lesen: "Nach zwei Weltmeisterschaften ohne Abfahrtsgold haben die erfolgsverwöhnten Österreicher wieder einmal den Titel im Visier." Aber Austria ist in dieser Hinsicht auch nicht mehr das, was es einmal war. Die Platzierungen waren für die Rot-Weiss-Roten dann doch eher enttäuschend, ja fast niederschmetternd: Hermann Meier fuhr auf den sechsten Platz, Michael Walchhofer, der wegen eines Funktionärsfehlers zweimal starten durfte, wurde Neunter, Klaus Kröll kam auf Rang zehn, Christoph Gruber schied aus. Fast so etwas wie ein Desaster. Das Rennen aber endete mit einem Überraschungssieg für den jungen Kanadier John Kucera, der vor den beiden Schweizern  Didier Cuche und Carlo Janka.gewann. Stephan  Keppler,  der als einziger Deutscher an den Start gegangen war, fuhr trotz eines happigen Fehlers auf den beachtenswerten 15. Platz.

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04.02.09

Nur eine kann gewinnen

Vonn und Riesch als rivalisierende Freundinnen

Vonn02(Parvo TurunenSPS) Riesch05 (Karin Silkmann) Lindsay Vonn und Maria Riesch kämpfen im Skisport um Siege und Medaillen, doch im wahren Leben sind die beiden allerbeste Freundinnen (Fotos: Silkmann, Purunen)

Hamburg, 4. Februar (ots). - Die beiden Ski-Stars Marie Riesch und Lindsey Vonn sind bei der WM in Val d'Isere ärgste Rivalinnen, abseits der Piste aber beste Freundinnen. Riesch, die größte Hoffnung des Deutschen Skiverbandes, sagte in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern: "Wir sind wie Schwestern. Lindsey gehört zu meiner Familie." Zum Auftakt der WM  hatte Vonn am Dienstag im Super-G gewonnen, Riesch wurde nur Achte und zog sich außerdem am Mittwoch bei einem Trainingssturz  eine Innenbandzerrung im linken Knie und eine Wirbelsäulen-Prellung zu. Gleichwohl sieht Cheftrainer  Mathias Berthold ihre weiteren Starts als nicht gefährdet an.

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24.01.09

Defagos zweiter Abfahrtsstreich

Schweizer gewinnt legendäre Hahnenkamm-Abfahrt

Defago ( Rederer) Didier Defago aus der Schweiz gewann  vor einer Woche die schwere Lauberhorn-Abfahrt in Wengen und war am Samstag auch der strahlende Sieger des "Grad-obi-fahrn's" am extrem schweren Hahnenkamm in Kitzbühel. Ein Blick auf das legendäre Spektakel verrät, was hier zu leisten war.  (Foto: Oskar Rederer).

Kitzbühel, 24. Januar (Von Robert Roets/sps). - Der Schweizer Didier Defago hat am Samstag die schwere Abfahrt in Kitzbühel für sich entschieden, womit er seine beiden einzigen Weltcup-Siege bei Abfahrtsrennen innerhalb einer Woche auf sein Konto schreiben konnte, denn am vergangenen Samstag hatte er schon das Lauberhorn-Rennen in Wengen gewonnen. Die Österreicher Michael Walchhofer und Klaus Kröll - er hatte tags zuvor den Super-G gewonnen -, kamen auf die Plätze zwei und drei. Zeitgleich belegten der US-Amerikaner Bode Miller und der Schweizer Didier Cuche den vierten Platz.

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