Schach, Doping und die Würde
FIDE will ins Olympialand und fordert Kontrollen
Viswanathan „Tiger“ Anand steht - wie viele andere Schachspieler - Dopingkontrollen eher skeptisch gegenüber. Andere Formen der Manipulation im Schach hält der für den OSC Baden-Baden in der Bundesliga spielende Großmeister für wahrscheinlicher.
Bonn, 10. Januar. - Schach rochiert hierzulande in den Printmedien zwischen Feuilleton, Vermischtem oder Sport. Wer bei einer Zeitung gearbeitet hat, kennt die ständigen Diskussionen über das Thema: Ist der Denksport wirklich eine sportliche Disziplin? Wo, bitteschön, soll der Bericht stehen. Weil es keine klare Linie gibt, fällt manches dann ganz unter den Tisch. Doch nicht nur in den Redaktionen wird darüber gestritten, auch Großmeister am Brett sind sich da nicht immer einig. Der Weltschachbund (FIDE) dagegen hat eine klare Meinung und will das königliche Spiel reif für Olympia machen. Doch Moment mal. Gab es nicht gerade eine Schach-Olympiade in Dresden? Sehr wohl, aber es handelte sich dabei um die Mannschafts-WM, die - nebenbei bemerkt - Armenien zum zweiten Male gewann. Die FIDE bemüht sich seit langem um die Aufnahme bei den Olympischen Spielen. Deshalb tritt sie auch konsequent für Doping-Kontrollen ein.







In Elista sind drei der letzten vier Plätze für die
Weltmeisterschaft im September in Mexiko inzwischen vergeben worden. Zu den bereits für die WM qualifizierten Wladimir Kramnik,
Viswanathan Anand, Alexander Morosewitsch und Peter Swidler haben sich Lewon Aronian, Peter Lékó und Boris Gelfand gesellt; der letzte Teilnehmer wird heute im Stichkampf zwischen Sergej Rublewski und Alexander Grischuk ermittelt. 














