Radsport spricht jetzt Englisch
Bradley Wiggins und Team Sky – eine himmlische Fügung
London, 10. März (isk): Als „Coming home“ empfindet der Radsportler Bradley Wiggins seinen Wechsel in den britischen Rennstall Team Sky. Ursprünglich wollten die Briten erst „bis in fünf Jahren“ einen Tour-Sieger aus ihren Reihen stellen. Mit Wiggings könnte sich der Plan schneller realisieren lassen. Sportkorrespondent Klaus Dobbratz über den britischen Hoffnungsträger.
Gesponsert vom Fernsehsender BSkyB, der sich das Projekt – vorgesehen bis Ende des Jahres 2013 – immerhin 33 Millionen Pfund kosten lässt, katapultierte sich die neue Rad-Formation mit an die Spitze des internationalen Pelotons: Platz 3 beim Zeitfahren der Murcia-Rundfahrt und in der Gesamtwertung für Wiggins (30). Und die gesamte Branche starrt auf die britische Cycling-Schule, Experten aus den traditionellen Radsportnationen Belgien, Frankreich oder Italien versuchen das System zu erforschen. Der Velo-Globus scheint sich zu verschieben. Wiggins genießt auf der Insel fast Schumacher-Status. In Athen und Peking gewann er drei olympische Goldmedaillen in Einzel- und Mannschaftsverfolgung, sechs WM-Titel auf der Bahn vervollständigen seine Sammlung. Als Wiggins die letzte Frankreich-Rundfahrt als Vierter beendete, verschlug es den Fachleuten die Sprache, weil niemand den Bahnfahrer auf dem Zettel hatte.





















