Fußball-Club zu verkaufen
Finanz-Krise in der englischen Premier League
London, 20. Februar (Frank Martin): Hübsche Nachrichten aus England. Der FC Portsmouth, das Schlusslicht der Premier League, ist Pleite. Bei West Ham United werden die Profibezüge gekürzt. Dem FC Liverpool, finanziell wie sportlich angeschlagen, droht die Übernahme durch einen indischen Mogul. Und bei Manchester United braut sich eine Revolte der Fans gegen die amerikanischen Clubbesitzer zusammen. Obendrein erschien in der Financial Times eine Anzeige mit der Überschrift „Fußballclub zu verkaufen.“
Das Angebot betrifft den FC Crystal Palace im Süden Londons, der vor zwei Wochen in Konkurs ging. Darauf hin büßte der 1905 gegründete Club in der zweithöchsten Spielklasse zehn Punkte ein. Der Abstieg scheint unvermeidlich. Dass im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs gegen Aston Villa im ersten Match ein 2:2 erzielt wurde und es am 24. Februar zum entscheidenden Rückspiel kommt, zählt kaum noch. Mit einer Schuldenlast von mehr als 30 Millionen Pfund fällt die Suche nach einem Investor im Selhurst Park (26 300 Zuschauerkapazität) ziemlich schwer. Angepriesen wird Crystal Palace als eine „bekannte Marke“. Zur Konkursmasse gehören 26 Profis und außerdem 16 Jugendspieler. Die Trainingsanlage in Kent umfasst vier Spielfelder, moderne Einrichtungen für Physiotherapie sowie eine Nachwuchsakademie.





















