45 posts categorized "Interview & Meinung"

11.03.10

An Fleischtöpfen schnuppern

Adrian Sutil geht optimistisch in die vierte Formel 1-Saison 

Bahrain, 11. März (isk): Alle reden über Michael Schumacher, Nico Rosberg, Sebastian Vettel. Doch mit Adrian Sutil geht am Wochenende ein weiterer deutscher Formel-1-Pilot (einer von sechs) an den Start – und bereits in seine vierte Saison in der „Königsklasse“. Kurz vor dem ersten von 19 Grands Prix dieses Jahres sprach der 27 Jahre alte Starnberger im Interview mit Jürgen C. Braun über seine Erwartungen, über andere deutsche Fahrer und das neue Punktesystem. 

Das vierte Formel 1-Jahr, stets in der gleichen Mannschaft – welche Erwartungen stellen Sie an sich und an das Team Force India? 

Sehr hohe. Wir haben im Winter hart und effektiv gearbeitet und das Auto in vielen Bereichen weiter entwickelt. Die Testfahrten in Jerez und Barcelona haben uns nach vorn gebracht. Wir sind in der Lage, unseren besten Einstieg in eine neue Saison zu bewerkstelligen. Einen Platzierung unter den Top Ten muss unser Ziel sein. 

Eine spannende Formel-1-Saison ist zu erwarten, mit mehreren Teams auf Augenhöhe. Wie sehen Sie die Ausgangsposition? 

Ja, ich glaube auch, dass wir uns auf eine ausgeglichene Saison mit mehreren Spitzenteams freuen können. Ich vermute, dass nicht nur ein Team, wie Brawn im vergangenen Jahr, den WM-Verlauf dominieren kann. Die Zeitabstände werden sehr gering sein, das verspricht spannende Rennen. 

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10.02.10

Azubi am Rallye-Lenkrad

Kimi Räikkönen über eine völlig andere Herausforderung 

Stockholm, 10. Februar (isk-Mitarbeiter Jürgen C. Braun): Mit der Schweden-Rallye beginnt am Wochenende die Saison in der Rallye-WM. Nach sechs Titelgewinnen durch den Franzosen Sébastien Loeb (seit 2004) und dem Rückzug mehrerer Werksteams hat der sogenannten „Quertreiber“-Zirkus viel an Spannung und Glanz früherer Jahre eingebüßt. Da kommt der prominente Quereinsteiger und Ex-Formel-1-Champion Kimi Räikkönen (Finnland) gerade recht.  

Der „Iceman“ fährt im Citroen-Junior-Team des Unternehmers Dietrich Mateschitz, der mit Red Bull Racing und Toro Rosso auch zwei Rennställe in der Formel 1 unterhält. Vor dem WM-Start gewährte der früherer Ferrari-Pilot und Weltmeister Räikkönen Einblicke in seine Gefühlswelt vor der neuen Herausforderung auf schwierigen Pisten. 

Kimi, Sie sind es gewohnt, auf Highspeedkursen mit riesigen Auslaufzonen 300 km/h schnell zu fahren. Nun geht es über Schnee oder Schotter, auf langen und hautengen Schlaglochpassagen. Respekt davor? 

Ich habe vor allem Respekt, vor dem Rallye fahren auf höchstem Niveau, vor der gesamten Saison. Es wird eine riesige Herausforderung für mich sein. Aber wir sind gewappnet, haben über 600 Testkilometer hinter uns gebracht und bei der Arctic Rallye in Lappland noch einmal ganz wichtige Erkenntnisse gesammelt. 

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19.01.10

Wenig Zeit für Vergangenes

Guido Buchwald möchte wieder als Trainer arbeiten 

Stuttgart, 19. Januar (Wolfgang Fischer/isk): Im Sommer jährt sich zum 20. Mal der Tag, (8. Juli), an dem die deutsche Fußballelf den dritten WM-Titel gewann. Die Spieler um Teamchef Franz Beckenbauer besiegten Argentinien im Finale von Rom mit 1:0. Einer der Stärksten war damals der Stuttgarter Guido Buchwald,  der im Endspiel den argentischen Spielmacher Diego Maradonna weitgehend lahm legte. Wir trafen den 48-Jährigen, der im Hinblick auf die WM in Südafrika auch eigene Erinnerungen hat, aber nicht in ihnen schwelgt. 

Im Sommer werden es 20 Jahre, dass Sie Fußball-Weltmeister wurden. Wie stark lebt dieses Ereignis in Ihnen? 

Eigentlich wenig, aber wenn sich wieder eine Weltmeisterschaft nähert und verstärkt Fernsehbilder von damals gezeigt werden, dann erwacht das Ereignis. Ansonsten läuft ja die Zeit sehr schnell weg. Man hat viele Aufgaben, die für das Vergangene keinen Platz lassen.

Was ist mit Erinnerungsstücken von damals: Medaille, Trikots...?

Solche Trikots liegen fein säuberlich zusammengelegt in einem Karton, verwahrt in einem Schrank. Ich war und bin nicht so ein großer Sammler solcher Stücke. Die Medaille von Rom liegt mit anderen Wertstücken aus meiner Karriere in einer Vitrine. 

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09.01.10

Mit Bärenkräften

Eishockey-Nationalspieler Felski auf Karriere-Höhepunkt 

Berlin, 9. Januar (Manfred Hönel/isk): Sven Felski, der Kapitän des deutschen Nationalteams im Eishockey, ist trotz seiner 35 Jahre von Bundestrainer Uwe Krupp in das vorläufige Aufgebot für die Olympischen Spiele in Vancouver berufen worden. Wie es dort sportlich laufen wird, ist noch ungewiss, doch Felski fordert klar und deutlich: „Wir sind mit dem deutschen Eishockey noch lange nicht dort, wo wir sein könnten. Also müssen wir weiter hart arbeiten und ich als Kapitän will dabei eine Vorbildrolle spielen." 

Könnte eine Eishockey-Karriere besser laufen als die von „Urgestein“ Sven Felski? Auch in seinem Alter scheint der Angreifer der Eisbären Berlin gerade erst auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen zu sein. Und Felski ist Profi durch und durch, freut sich sowohl über das ihm entgegengebrachte Vertrauen des Bundestrainers als auch über die Leistungen der Berliner Eisbären, die – trotz der 2:5-Niederlage bei den Ice Tigers inNürnberg am Freitag – klar wie noch nie die Meisterschaftstabelle anführen. Felski macht freilich wenig Kompromisse: „Ich gehe in jedes Spiel mit dem Willen, mein Bestes zu geben. Meine Einstellung muss ich nicht ändern“, meint er angesichts der großen Herausforderung in Vancouver. 

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22.12.09

Ritt auf der Rasierklinge

Trainer Jürgen Klopp im Interview über Borussia Dortmund 

Unterföhring/Dortmund, 22. Dezember (ots): Stimmt es wirklich, dass Geld immer Tore schiesst? Nicht immer. Borussia Dortmund gelingt das zur Zeit auch mit einem „Low-Budget"-Kader ganz gut. Zehn Spiele nacheinander ohne Niederlage, aber mit vielen spielerischen Glanzleistungen wie dem 3:1-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg, haben die Borussen in die Spitzengruppe der Fußball Bundesliga befördert. Und wie geht es weiter? Trainer Jürgen Klopp sprach mit ran.de über die Möglichkeiten seines Kaders. 

Kloppfoto Nach dem 1:0-Sieg gegen Freiburg zum Abschluss der Hinrunde, sicherte sich das Team aus dem Kohlenpott pünktlich zum 100. Geburtstag des Vereins den hervorragenden 5. Tabellenplatz, überwintert damit auf einem Europa League-Platz und lässt keinen Zweifel daran, dass auch in der Rückrunde mit „König Mittelmaß" zu rechnen ist – zumal dann auch die Leistungsträger Sebastian Kehl und Tamás Hajnal wieder spielen werden. „Zu Beginn der Saison mussten wir die Mannschaft billiger machen, weil wir trotz 59 Punkten, die Europa League verpasst haben, erkläre Klopp die Situation, und fügte an: „Luca Toni verdient so viel wie bei mir 15 Spieler zusammen. Wir mussten in das Regal greifen, in dem die Spieler sind, die manches eben erst in einem Jahr leisten können. Wir rennen hier jeden Tag auf der Rasierklinge entlang und hoffen, dass sich keiner weh tut. So junge Kerle ins Feuer zu werfen, ist das eine und macht auch Spaß. Sie aber lichterloh brennen zu lassen, das ist eine Katastrophe. Ich glaube, dass ich mittlerweile ein Talent dafür entwickelt habe, den richtigen Augenblick abzupassen." 

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19.11.09

Das Ei des Achters

Das Ruder-Großboot „Deutschland-Achter“ im Fokus 

Die Athleten schwitzen, schuften, stemmen Gewichte. Elf Monate pro Jahr, für den sportlichen Traum. Aber nur drei, vier Mal genießen die Recken des Deutschen Ruderverbands „große Presse“: bei Weltcups in München oder Luzern, bei der WM und beim Großboot-Spektakel Canal Cup in Rendsburg. Ein Interview über die Situation mit Trainer Ralf Holtmeyer, der das Gefühl hat, dass die Crew noch ein „ganz großes Ei“ legt.  

Dortmund, 19. November (isk-Korrespondent Sven Heuer): 

Im Fokus des deutschen Rudersports steht vor allem der Achter. 1959, vor genau 50 Jahren, stand dieser Deutschland-Achter erstmals als „Mannschaft des Jahres“ bei der isk-Sportlerwahl im Rampenlicht. Außerdem 1960, 1962 (Ratzeburg-Achter), 1968, 1978 (DDR), 1988 und letztmals 1989. Eine schöne Tradition. Die großen Schuhe des legendären Erfolgstrainers Karl Adam füllt Ralf Holtmeyer, der den Achter 1988 zu Olympia-Gold und anschließend zu fünf WM-Titeln trieb. Nach einem Intermezzo als Frauen-Coach (2000 bis 2008) kehrte er, nach der Havarie von Peking (Platz 8), vor einem Jahr zurück auf die Kommandostation. Und er sah bald, dass in den Athleten weit mehr steckt, als bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 zu sehen gewesen war. 

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05.11.09

Es gibt keine Freifahrtscheine

Interview mit dem Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp 

Mit drei Debütanten geht Bundestrainer Uwe Krupp in die Olympia-Saison. Für den Deutschland-Cup in München (6. bis 8. November), den einzigen Härtetest vor den Winterspielen in Vancouver (12. bis 28. Februar 2010), nominierte der ehemalige NHL-Star erstmals den Deutsch-Kanadier Rob Zepp vom Meister Eisbären Berlin, den Deutsch-Tschechen Jakub Ficenec vom ERC Ingolstadt und Nachwuchsstürmer Thomas Holzmann von den Kassel Huskies. 

Neuss/München, 5. November (cosmos pps): 

Der 28 Jahre alte Torhüter Zepp hat ebenso einen deutschen Pass bekommen wie der 32 Jahre alte Verteidiger Ficenec. "Beide stehen jetzt für die Nationalmannschaft zur Verfügung und können uns kurzfristig helfen", sagte Uwe Krupp. Der 22-jährige Holzmann hat sich in seiner ersten Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit drei Toren und sieben Vorlagen in 17 Partien bereits in den Vordergrund gespielt. Bereits am Freitag geht es gegen die USA (19.15 Uhr, live im DSF), am Samstag folgt die Partie gegen die Slowakei (19.45 Uhr, live im DSF) und am Sonntag (13.30 Uhr) folgt das Match gegen die Schweiz. Auf jeden Fall will die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) Wiedergutmachung für die verkorkste WM im Frühjahr in der Schweiz betreiben. Gleichzeitig will sie Werbung für die Heim-WM (7. bis 23. Mai 2010) machen. In einem Interview vor den drei Spielen sprach Bundestrainer Krupp über die angepeilten Ziele und machte dabei auch deutkich, dass es für die Olympischen Winterspiele bei der Nominierung keien Freifahrtscheine geben wird.

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26.08.09

Das Eis ist noch nicht ihr Freund

Interview mit der Berliner Eisschnellläuferin Jenny Wolf 

Die Kufenflitzerin Jenny Wolf aus Berlin bereitet sich gegenwärtig intensiv auf das Großereignis Olympische Winterspiele in Vancouver vor. In einem Interview umreisst sie ihre Ziele und Hoffnungen und gibt auch Einblick in die Schwierigkeit des Trainings – und befasst sich auch mit der Problematik des Eises auf der Olympiaanlage. 

Andreas Müller: (Frankfurt am Main, 26. August).- Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2010 im kanadischen Vancouver darf sich die Sportlerin Jenny Wolf, der Schützling von Trainer Thomas Schubert, mit dem schönen Titel "weltweit schnellste Frau auf Eis" schmücken. Jenny Wolf geht als Favoritin in die bald beginnende olympische Saison und könnte die erste Eisschnellläuferin überhaupt sein, die über die Distanz von 500 Metern unter 37 Sekunden bleibt. In einem Interview mit Andreas Müller gibt sie Einblick in ihre nächste Ziele und umreisst auch ihre Einstellung zum Spitzensport: „Ich will die Beste sein, das ist der Anspruch und der würde genau so gelten, wenn ich Leichtathletin oder Schwimmerin wäre. Es ist einfach eine tolle Sache, wenn man eine Disziplin international dominieren kann." 

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18.08.09

Marcel Schäfer kickt und lernt

Wolfsburger im Fernstudium zum Thema „Sportmanagement“

Über den den Erfolg der vergangenen Saison, die Ziele für die gerade begonnene neue Spielzeit  und über die Wichtigkeit, sowohl auf dem Rasen als auch neben dem Platz ständig  weiter zu lernen, gibt der Wolfsburger Abwehrspieler Marcel Schäfer, der gerade ein Fernstudium in Sachen Sportmanagement absolviert, in einem Interview Auskunft..

Peter R. Dienst: (Wolfsburg/Düsseldorf, 18. August, openPR) - Nach seinem Wechsel von 1860 München zum VfL Wolfsburg spielte  sich Marcel Schäfer (25) auf Anhieb in die erste Elf der „Wölfe“ und wurde mit seinem Klub deutscher Fußballmeister. Doch Schäfer ist nicht nur ein talentierter Fußballspieler, sondern absolviert über das Training und die Spiele hinaus noch eine Weiterbildung beim Düsseldorfer IST-Studieninstitut im Bereich  „Sportmanagement“. Schäfer hat gute Gründe dafür: „Ich finde es grundsätzlich immer gut neben dem Sport noch etwas zu machen, wollte mich weiterbilden. Außerdem ist niemand vor Verletzungen und einem eventuellen Karriereende geschützt und daher ist es sinnvoll, sich neben dem Beruf als Fußballprofi ein zweites Standbein aufzubauen, um in einem solchen Fall schnell in ein neues Berufsleben einsteigen zu können. Ein Fernstudium ist aufgrund seiner Flexibilität für Sportler natürlich besonders geeignet.“  Das von Schäfer favorisierte Institut bietet unter dem Motto „Bildung, die bewegt“ seit 1989 hochwertige Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen „Sport und Management“, „Tourismus und Hospitality“ sowie „Fitness“, „Wellness und Gesundheit“ und „Persönlichkeits- und Selbstbildung“ an. 

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22.07.09

Dreikämpfer Timo Boll

Tischtennis-Sportdirektor Schimmelpfennig bleibt Realist 

 

Es sind noch fast zwei Monate bis an den Platten um Titel gekämpft wird, doch: „Die EM ist alles andere als ein Selbstläufer.“ Mit dieser eindeutigen Kernaussage sieht Dirk Schimmelpfennig, der Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Verbands (DTTB), die Situation der deutschen Zelluloidkünstler vor den Titelkämpfen in Stuttgart zwischen dem 13. bis 20. September. Gleichwohl: Topfavorit ist Timo Boll.


Guido Dobbratz: (Stuttgart, 22. Juli). - Der ehemalige Bundestrainer sieht sich in dieser Aussage auch bestätigt durch die Auslosung, nach der die deutschen Männer auf Spanien, Dänemark und Frankreich treffen und sich die Frauen mit Italien, der Türkei und den Niederlanden messen. „Wir sind aber auch selbstbewusst genug, um den Heimvorteil auch zu nützen und unsere Ziele auch umzusetzen“, betonte Dirk Schimmelpfennig im Interview mit der Internationalen Sportkorrespondenz. Der Sportchef unterstreicht in dem Gespräch auch die wichtige Rolle von  Ausnahmespieler Timo Boll, der im Einzel, im Doppel und mit dem Team alle EM-Titel verteidigt? Schimmelpfennig: „Natürlich wird Timo wieder besonders im Fokus stehen, da er gleichzeitig Erfolgs- und Vorbildfigur im deutschen Tischtennis ist. Ich traue ihm durchaus zu, dass er auch wieder all seine Titel verteidigt. Aber natürlich rechnet sich in seinem Schatten auch Dimitrij Ovtcharov Chancen aus." 

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