33 posts categorized "Kommentar & Hintergrund"

08.03.10

Einer der letzten Straßenfußballer

Abschiedsspiel für Bernd Schneiders am 10. Mai 

Leverkusen, 8. März (prd): Es soll noch mal ein ganz großer Abend werden für Bernd Schneider: Zwei Tage nach dem Saisonfinale steht am Montag, 10. Mai, mit dem Abschiedsspiel für den "weißen Brasilianer" noch ein ganz besonderer Höhepunkt für alle Fußballfreunde auf dem Programm. "Schnix" will noch einmal zaubern und seine lange und erfolgreiche Karriere in einem feierlichen Rahmen ausklingen lassen. Peter R. Dienst über den erfolgreichen Fußballer Schneider, von dem Rudi Völler sagt, er sei einer der letzten Straßenfußballer. 

263 Bundesliga-Spiele hat er für die Werkself von Bayer Leverkusen absolviert, für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er 81 Länderspiele. Vizeweltmeister wurde er 2002, Dritter bei der WM 2006 im eigenen Land. Mit Bayer 04 holte er zwei Vizemeisterschaften, stand im Champions League-Finale 2002 und in den DFB-Pokalendspielen 2002 und 2009. Der große Titel blieb ihm allerdings verwehrt. Die Herzen der Fans eroberte "Schnix" mit seinem technisch brillanten Spiel, mit seinen Tricks, Traumpässen und Toren. Zum Kultspieler der Werkself avancierte er aber auch durch seine Bescheidenheit. Starallüren waren ihm immer fremd. Am 10. Mai tritt er mit der Bernd-Schneider-Auswahl, in der viele ehemalige Kollegen vor allem aus dem besonders erfolgreichen Leverkusener 2002er Team stehen werden, gegen die Lizenzmannschaft von Bayer 04 an. Michael Ballack hat seine Teilnahme ebenso wie Ulf Kirsten, Jörg Butt oder Jens Lehmann zugesagt. Auch ehemalige Teamgefährten aus Jena und Frankfurt, wo er ebenfalls als Profi-Fußballer tätig war, werden mit von der Partie sein. 

Mehr "Einer der letzten Straßenfußballer" »

04.03.10

Armutszeugnis

Zu wenig Frauen in Führungspositionen des Sports 

Würzburg, 4. März (sps): Einen Tag, nachdem die deutschen Olympioniken – überwiegend erfolgreiche Frauen – in München empfangen und lautstark gefeiert worden waren, veröffentlichte der Pressedienst des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt eine Meldung, in der auf die mißliche Lage der Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen des deutschen Sport aufmerksam gemacht wurde. Ein zufälliges, aber geradezu sympthomatisches Zusammentreffen. 

Wie lässt sich der Schwung aus dem Jahr der Frauen im Sport 2009 unter dem Motto „Frauen gewinnen!“ nutzen? Und wie lässt sich gemeinsam die Arbeit für die Interessen der Frauen im Sport fortsetzen? „Den vielen Appellen und warmen Worten müssen nun Taten folgen“, sagte jedenfalls Ilse Ridder-Melchers, die Vizepräsidentin des DOSB, beim Informations- und Erfahrungsaustausch, zu dem sich die ehrenamtlichen Vertreterinnen der Spitzenverbände des DOSB in Würzburg getroffen hatten, um festzustellen, dass die Beteiligung von Frauen in den Präsidien und Vorständen des Sports ein wichtiges Thema sei, denn nur 17 Prozent Frauen in den Präsidien der Landessportbünde, nur 12 Prozent in den Präsidien der Spitzenverbände und 20 Prozent bei den Verbänden mit besonderen Aufgaben – das sei ein Armutszeugnis für den Sport, so Ilse Ridder-Melchers. 

Mehr "Armutszeugnis" »

28.02.10

Ein Schlitten kann viel erzählen

Unbefriedigendes russisches Abschneiden bei Olympia 

Moskau/Vancouver, 28. Februar (sps): Es wurde viel Geld in Äußerlichkeiten wie das pompöse „Russische Haus" in Vancouver investiert, doch als der Rodler Albert Demtschenko einen neuen Schlitten benötigte, war kein Geld da. Vier Jahre vor den Winterspielen in Sotschi erlebte Russlands Team in Vancouver mit 15 Medaillen einen herben Rückschlag, vor allem, weil die Verantwortlichen das Resultat von Turin 2006 mit 22 Mdaillen im Hinblick auf Olympia 2014 in Sotschi deutlich übertreffen wollten. Sportsignale-Korrespondent Juri Titow spürte kritische Töne auf. 

Die russischen Athleten sind definitiv unter ihren Möglichkeiten geblieben. Während in Turin vor vier Jahren noch insgesamt 22 Medaillen eingeheimst wurden, reduzierte sich diese Anzahl in Vancouver auf nur noch 15. davon noch drei Goldmedaillen gegenüber acht in Turin 2006. Das Scheitern der Eishockeymannschaft – erstmals seit 1952 nicht unter den letzten Vier – machte das Ärgernis auf unangenehme Weise perfekt. Gerade im Himbliclk auf die nächsten Spiele in Sotschi empfanden viele Russen das Abschneiden als demütigend, zumal auch noch Anschuldigungen des IOC in Sachen Doping im Raum stehen. Ganz klar, dass die Ergebnisse der russischen Wintersportler nicht nur vor Ort von den Medien entsprechend aufgegriffen wurde. So veröffentlichte die Nachrichtenagentur RIA Novosti am Samstag einen Bericht der Zeitung Wedomosti, in dem es unter anderem hieß, dieses Abschneiden untergrabe nicht nur die Position der Sportfunktionäre, sondern offenbare auch die Notwendigkeit eines Systemwandels im Sport. 

Mehr "Ein Schlitten kann viel erzählen" »

23.02.10

Kaderschmiede Stams

Tiroler Sportgymnasium hat viele Sieger hervorgebracht 

Wien/Innsbruck, 23. Februar (Frank Martin): Rot-weiß-roter Jubel über die erfolgreichen Skispringer, die am Montag das Teamspringen gewannen, durchzieht die Alpenrepublik. Und wer hat dafür gesorgt? Die Erfolge haben meistens ihren Ursprung in einem kleinen Tiroler Ort. Zu Recht gilt das Sportgymnasium Stams als Kaderschmiede mit den meisten Goldmedaillen in der Welt

Ob bei Olympia oder Weltmeisterschaften – oft erscheint es wie ein Klassenausflug auf das Siegertreppchen. In diesen Tagen wird nirgendwo in Österreich so gebannt nach Vancouver und Whistler geschaut wie in Stams. So sind die Austria-Gold-Adler Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler sowie Stefan Thumbichler und Lukas Müller in dem kleinen Klosterdorf im Inntal flügge geworden. Von dort kommen auch erfolgreiche Skiläufer und Snowboarder auf die internationalen Pisten. „Im Wettkampf sind wir beinharte Kontrahenten“, plaudert Loitzl aus, „aber außerhalb haben wir alle ein sehr freundschaftliches Verhältnis miteinander. Das macht Spaß.“ Ist dies das Erfolgsgeheimnis der Österreicher? Überwältigend die Liste der Ski-Koryphäen, die in den vergangenen Jahren aus dem „härtesten Sportgymnasium der Welt“ hervorgegangen sind: Stefan Eberharter, Andreas Goldberger, Reinfried Herbst, Nicole Hosp, Anton Innauer, Patrick Ortlieb, Manfred Pranger, Benjamin Raich, Mario Reiter, Hubert Strolz, Ernst Vettori, Anita Wachter sowie die Schweizer Daniel Albrecht und Sylvain Zurbriggen. Große Ausnahme: Hermann „Herminator“ Maier, woanders von der Schule geflogen, wäre in Stams bis zur Matura gefördert worden. 

Mehr "Kaderschmiede Stams" »

02.02.10

Handelsbilanz einer Ware

Bundesliga kauft Profispieler für knapp 15 Millionen Euro 

Hamburg, 2. Februar (ots & Erich Stör berichten): Die Handelsbilanz der „Ware Fußballprofi“ fällt in diesem Winter fast bescheiden aus. Mit Ausnahme von Ruud van Nistelrooy, dessen Dienste sich der Hamburger SV von Real Madrid sicherte, blieben die ganz großen Transfers in der am Montag abgelaufenen Wechselperiode aus. Insgesamt agierten die Klubs der Fußball-Bundesliga eher verhalten auf dem Markt. Die 18 Vereine der höchsten deutschen Spielklasse verpflichteten zusammen 44 Profis für rund 14,375 Millionen Euro – durchaus noch im Rahmen, denn der sogenannte Marktwert der 44 Kicker beläuft sich nach Angaben von Transfermarkt.de - einem gut informierten Internet-Portal – auf immerhin 78,85 Millionen Euro. 

Im Wintertransfer der vergangenen Saison investierten die Bundesligisten dagegen noch 25,2 Millionen Euro für 51 Profis. 14 der 44 Spieler sind nur geborgt (31,8 Prozent). Im Vorjahr waren es noch 21 von 51 (41,2 Prozent). Transfermeister dieses Winters ist der FC Schalke 04. Felix Magath, Trainer und Manager in Personalunion, verpflichtete acht Spieler (Gesamtmarktwert: 9,175 Millionen Euro) für 3,6 Millionen Euro. Gänzlich untätig blieben dagegen Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund, TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach. Den 44 Zugängen stehen 59 Abgänge gegenüber. Die Einnahmen der Bundesligisten belaufen sich dabei auf 6,275 Millionen Euro. Im Vorjahr erlösten die 18 Vereine zusammen noch 38,805 Millionen Euro für 56 Profis. Mächtig ausgemistet hat in dieser Transferperiode der FC Bayern München. Gleich fünf Profis, darunter Neu-Römer Luca Toni, verließen den deutschen Rekordmeister. Breno (1. FC Nürnberg, ausgeliehen), Andreas Ottl (1. FC Nürnberg, ausgeliehen), Alexander Baumjohann (FC Schalke 04), Edson Braafheid (Celtic Glasgow, ausgeliehen) waren die anderen vier Abreisenden..

Mehr "Handelsbilanz einer Ware" »

04.12.09

Wasserpfeifen und Mädchen

Fernsehsender beschuldigt russische Fußball-Nationalspieler 

Moskau/Frankfurt am Main, 4. Dezember (Juri Titow): Russlands Fußball-Nationalelf steht im Verdacht, ihre Chance, sich für die WM in Südafrika zu qualifizieren, nicht ernsthaft genutzt zu haben. Ein Fernsehbericht sprach im Zusammenhang mit den zwei Entscheidungsspielen gegen Slowenien von einer Party mit Wasserpfeifen-Rauchen, Alkohol und Mädchen. 

Am Freitag wurde in Südafrika die Ausloung der Gruppen für die WM im Sommer nächsten Jahres vorgenommen. Nicht in den Töpfen dabei war die russische Mannschaft, die in den Qualifikationsspielen in der deutschen Gruppe gekickt hatte, dabei Zweiter geworden war, das erste Entscheidungsspiel in Moskau gegen Slowenien zwar mit 2:1 gewann, das Rückspiel in Maribor aber mit 0:1 verlor. Ein Duma-Abgeordneter hatte direkt nach dem zweiten Spiel in Slowenien den Verdacht geäussert, bei diesem Spiel sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen, wobei er den Wettskandal im Auge hatte. Jetzt hat ein Fernseh-Bericht im Ersten Kanal Russlands die These verbreitet, die Spieler seien schon beim ersten Match nicht ganz bei der Sache gewesen. 

Mehr "Wasserpfeifen und Mädchen" »

20.11.09

Zocker und Manipulateure

Beim neuen Fußball-Wettskandal geht es um Millionen 

Fußball ist ein reizvolles Spiel mit vielen Unbekannten; das ruft immer wieder Betrüger auf den Plan, die Ergebnisse zu manipulieren suchen, um Millionengewinne einzustreichen. In dieser Woche wurde die Europäische Fußball-Union (Uefa) durch Ermittlungen der Bochumer Staatsanwaltschaft aufgeschreckt. Der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga wollen zur Aufklärung beitragen. Ein Parteifunktionär in Russland sieht auch beim WM-Qualifikationsspiel Slowenien-Russland (1:0) Ungereimtheiten. 

Frankfurt am Main/Bochum/Moskau, 20. November (sps-Reporter Robert Roets): 

Die Behörden machten bisher keine Angaben zu verdächtigten Spielern, Vereinen oder sonstigen Personen. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum sind aber nach Berichten verschiedener Nachrichtenagenturen aus der laufenden Saison drei Spiele der Champions League sowie zwölf Spiele des Uefa-Cups betroffen. Auch 32 deutsche Begegnungen, darunter vier Spiele der 2. Bundesliga, drei Partien der 3. Liga und 18 Regionalliga-Treffen stehen unter dem Verdacht der Manipulation. Die Neue Osnabrücker Zeitung hatte berichtet, dass ein 34-jähriger Mann aus Lohne verhaftet worden sei. Ihm wird vorgeworfen, Spiele des VfL Osnabrück manipuliert zu haben. Dabei handelt es sich um zwei Auswärtspartien der Osnabrücker: Am 17. April 2009 gegen den FC Augsburg (0:3) und am 13. Mai. 2009 gegen den 1. FC Nürnberg (0:2). Der 34-jährige hatte laut Staatsanwaltschaft hohe Summen auf die beiden Spiele gesetzt und sich dabei auf eine Tordifferenz festgelegt, die dann tatsächlich eintrat. Der Uefa-Offizielle Peter Limacher sprach auf einer Pressekonferenz in Bochum vom größten Wettskandal in der Geschichte des europäischen Fußballs. 

Mehr "Zocker und Manipulateure" »

01.09.09

Spekulationen um Superliga

Wenn die Moneten fehlen, werden alte Pläne ausgekramt 

Die Schimäre einer mächtigen europäischen Superliga geistert wieder einmal über die Fußballbühne. Angetrieben vom Streben nach Profitmaximierung, verfolgen Finanzexperten der führenden Klubs den alten Plan von einem Alleingang. Am Sitz des Europäischen Fußballverbandes (UEFA) in Nyon am Genfer See löst das einige Besorgnis aus, doch Präsident Michel Platini will mit dem Versprechen von „finanziellem Fairplay“ die Geschlossenheit der kontinentalen „Fußballfamilie“ bewahren. 

Norman M. Noyber: (Genf, 1. September). - „Wir reden jetzt mit der Strukturkommission“, erklärte der Franzose, „hoffentlich wird darüber bis zum Jahresende entschieden.“ Zwar sei es sehr schwierig, „Gerechtigkeit“ unter den 53 Mitgliedsländern der UEFA herzustellen. Aber er will darauf dringen, dass die Budgets der Vereine in den nächsten drei Jahren ohne Defizit bleiben. Zu Spekulationen über eine Superliga erwiderte er diplomatisch: „Karl-Heinz Rummenigge ist der Präsident des europäischen Vereinsverbandes, und der hat mir nichts davon gesagt.“ Schon vor zehn Jahren erregte es Aufsehen, als mehrere Spitzenclubs in England und auf dem Kontinent eine „Verschwörung“ für eine abtrünnige Liga begannen. Damals dachten Arsenal London, Manchester United, der AC und Inter Mailand, Juventus Turin, Ajax Amsterdam, Paris St. Germain und Borussia Dortmund mit der Consulting-Firma Media Partners daran, aus den nationalen Meisterschaften auszuscheren und einen eigenen Wettbewerb außerhalb der Jurisdiktion der UEFA zu etablieren. 

Mehr "Spekulationen um Superliga" »

28.08.09

Bis an die Zähne bewaffnet

Hochgerüstetes Real Madrid will Barcelona an den Kragen

Die 20 Klubs der Primera Divisón in Spanien stehen Schätzungen zufolge mit über zwei Milliarden Euro beim Fiskus in der Kreide. Doch die Fußball-Fiesta geht unbeeindruckt von solchen Schulden weiter – es wird mit kaum noch beschreibbaren Summen aufgerüstet, um die besten Spieler zu kaufen (oder zu behalten). Nach dem fünf Titeln des FC Barcelona in 2009 (Champions League, Landesmeisterschaft, Spanien-Pokal, Königspokal, Uefa-Supercup) fühlt sich Rekordmeister Real Madrid derart herausgefordert, dass dessen 62 Jahre alter Präsident und Bauunternehmer Florentino Perez geradezu wahnwitzige 252 Millionen Euro ausgab, um ein Spielergerüst mit höchstmöglichem Potenzial zusammen zu kaufen.

Sven Heuer: (Madrid, 28. August). - Zur „Prime Time“ am Samstag eröffnet El Real die 79. Meisterschaft im Santiago Bernabéu Stadion gegen La Coruna, und natürlich werden die Tribünen mit 80.000 Zuschauern prall besetzt sein. Alle wollen sehen, wie das Super-Team den ersten wichtigen Auftritt abschließt. Alles andere als ein souveräner Sieg wäre für die neue Star-Truppe mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo (94 Millionen teuer), Kaká (65 Millionen), Karim Benzema (35 Millionen), Xabi Alonso (30 Millionen) und Raúl Albiol (15 Millionen) eine Pleite. Alvaro Negredo, Esteban Granero und Alvaro Arbeloa waren weitere 14 Milliönchen wert. Und mit Ruud van Nistelrooy und Mahamadou Diarra verfügt Trainer Manuel Pellegrini wieder über Kräfte, die wegen Verletzungen lange ausfielen. Der chilenische Coach glaubt, aus „einer defensiv soliden und offensiv starken Mannschaft“ zu schöpfen und die Ziele der „Realisten“ sind vielfältig. Für Ronaldo besitzt „die Meisterschaft Priorität“. Während alle Anhänger des „weißen Balletts“ vom herrlichen Fußball vergangener Tage träumen, der in der Teilnahme am Champions-League-Finale 2010 – daheim in Madrid – münden soll.

Mehr "Bis an die Zähne bewaffnet" »

22.08.09

Bänker, Brauer, Autobauer

 Bundesliga-Fußballstadien sind vor allem Marketing-Instrumente

Ein Stadion ist nicht einfach nur eine Sportstätte. Es ist auch Heimat für die Fans, Wahrzeichen einer Stadt, und neuerdings auch noch Werbeträger. In der Bundesliga haben sich viele Konzerne unterschiedlicher Coleur eingekauft, um die überwiegend von Steuergeldern erbauten Fußballtempel werblich zu vereinnahmen, was das Glück der Marketing-Abteilungen natürlich perfekt macht: der Kommerz hat es wieder einmal geschafft, dem Sport seinen Stempel aufzudrücken.

Robert Roets: (Frankfurt am Main, 22. August). - In dieser Woche gab der Hamburger SV bekannt, dass er ab 1. Juli 2010 seine Heimspiele in der "Imtech Arena" austragen wird. Die bisherige Bezeichnung „HSH Nordbank-Arena“ wird dann ebenso verschwunden sein wie der Titel „AOL-Arena“ zuvor. Die Firma Imtech jedenfalls, Deutschlands führender Anlagenbauer im Bereich technischer Gebäudeausrüstung für Stadien, Krankenhäusern, Rechenzentren und Flughäfen tritt  die Nachfolge der Bänker an, die aufgrund der Finanzkrise die Namensrechte vorzeitig abgeben mussten. Im Zeichen der totalen Vermarktung des Profifußballs sind um die Bezeichnungen von Stadien in den vergangenen Jahren schon fast kuriose Situationen entstanden. Weil die internationalen Verbände Fifa und Uefa während ihrer internationalen Kicks keine Sponsorennamen zulassen, wurde der Fußballtempel zur WM 2006 in FIFA WM Stadion umbenannt, und heisst zu den Uefa-Spielen schlicht  Arena Hamburg. Kein Wunder, dass wegen dieser irritierenden Namenswechsel  von den Fans und in zahlreichen Medien oft einfach nur von der HSV-Arena oder vom Volksparkstadion gesprochen wird.

Mehr "Bänker, Brauer, Autobauer" »

Marktplatz


  •  
    gymfood24
     
    Rodeln und mehr bei Outdooractive.com
     

     
    Südafrika 2010
     

  • Ehmler
     
    Jourdan
     
    City-Press
     
    Mesdag
     
    Tirolerhof
     
    Tirolerhof
     
    Staubach
     
    Farben Krug
     
    Vaselek
     
    Quelle
     
    Player für Web
     
    Gasthof Heimes
     
    Maler Schmidt