Heubergers Bauchgrimmen
Handball-Junioren versauern in der Zweiten Bundesliga
Dortmund/Frankfurt am Main, 5. März (isk): Der Aufschrei ist jedes Mal groß seitens der Vereine, wenn Handball-Bundestrainer Heiner Brand eine Ausländerbeschränkung für die Bundesliga, die „stärkste Spielklasse der Welt“, fordert. Jetzt legt Junioren-Nationaltrainer Martin Heuberger nach und macht ebendfalls auf Probleme aufmerksam. Sven Heuer berichtet über Heubergers Sorgen wg. der Nachwuchsarbeit im Deutschen Handball-Bund.
Von den vielen „hervorragend ausgebildeten Nachwuchsspielern“, so erklärte der 45-Jährige Heuberger in einem Interview mit der Handball-Woche, werden „die meisten auch nach ihrer Juniorenzeit weiter in der zweiten Liga spielen oder in der ersten Liga nicht die entsprechenden Einsatzzeiten haben, um sich weiter zu entwickeln“. Die Folgen sind absehbar. „Ich habe Bauchweh, dass wir international irgendwann nur noch die zweite Geige spielen“, erklärt Heuberger, dessen Junioren-Auswahlteams in den vergangenen Jahren große Erfolge feierten, Welt- und Europameister wurden. Die wichtigen Rückraumpositionen werden bei Top-Vereinen von ausländischen Profis besetzt. Teilweise, so Heuberger, würden Talente etwa aus Polen oder Tschechien in der Bundesliga ausgebildet. Beide Nationen überholten bei der letzten EM in Österreich die DHB-Auswahl.





















