Ein Boxkampf, sonst nichts
Amir Khan und Dimitrij Salita steigen in den Ring
London, 2. Dezember (Norman M. Noyber/isk): Wenn es einem „harten Hund“ wie Boxpromoter Bob Arum weich ums Herz wird, dann muss schon Außergewöhnliches vorgefallen sein. So zum Beispiel beim besvorstehenden Boxduell von Amir Khan und Dimitrij Salita in London.
Khan ist gläubiger Moslem, Salita ein orthodoxer Jude. Am 5. Dezember will der aus der Ukraine stammende, in New York lebende Herausforderer Salita (27 Jahre, 30 Siege, ein Unentschieden) dem Briten in Newcastle den Meistergürtel der WBA im Leicht-Weltergewicht entreißen. Khan hat einen Kampfrekord von 21:1. „Es ist wundervoll“, freut sich der 67-jährige geschäftstüchtige Box-Guru, der in Brooklyn aufwuchs und in Harvard studierte, über das Ballyhoo um diesen Faustkampf – das sich in „guter PR“ für den Amerikaner auszahlt. Selbst ein Jude, sagte Arum: „Das sind zwei ehrbare Burschen. Sie treten mit großer Würde auf. Aber selbst wenn Gott auf Seiten Salitas stünde, hätte er keine Chance gegen Khan.“ Salita kam mit neun Jahren in die USA. Aus seinem Boxstall in New York sind schon einige Weltmeister hervorgegangen. „Jetzt bekomme ich meine große Chance“, macht er sich selber Mut.






















