19 posts categorized "Boxen & Catchen"

02.12.09

Ein Boxkampf, sonst nichts

Amir Khan und Dimitrij Salita steigen in den Ring 

London, 2. Dezember (Norman M. Noyber/isk): Wenn es einem „harten Hund“ wie Boxpromoter Bob Arum weich ums Herz wird, dann muss schon Außergewöhnliches vorgefallen sein. So zum Beispiel beim besvorstehenden Boxduell von Amir Khan und Dimitrij Salita in London. 

 Khan ist gläubiger Moslem, Salita ein orthodoxer Jude. Am 5. Dezember will der aus der Ukraine stammende, in New York lebende Herausforderer Salita (27 Jahre, 30 Siege, ein Unentschieden) dem Briten in Newcastle den Meistergürtel der WBA im Leicht-Weltergewicht entreißen. Khan hat einen Kampfrekord von 21:1. „Es ist wundervoll“, freut sich der 67-jährige geschäftstüchtige Box-Guru, der in Brooklyn aufwuchs und in Harvard studierte, über das Ballyhoo um diesen Faustkampf – das sich in „guter PR“ für den Amerikaner auszahlt. Selbst ein Jude, sagte Arum: „Das sind zwei ehrbare Burschen. Sie treten mit großer Würde auf. Aber selbst wenn Gott auf Seiten Salitas stünde, hätte er keine Chance gegen Khan.“ Salita kam mit neun Jahren in die USA. Aus seinem Boxstall in New York sind schon einige Weltmeister hervorgegangen. „Jetzt bekomme ich meine große Chance“, macht er sich selber Mut. 

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18.10.09

Einer vom alten Schlag

Boxtrainer Ulli Wegner ist Lehrer, Seelenmasseur, Kumpel 

Der Boxer Arthur Abraham hat am Samstag in Berlin seinen Auftaktkampf in der sogenannten Super Six-Konkurrenz gewonnen. Gegen Jermain Taylor setzte er zehn Sekunden vor dem Ende einen Treffer, mit dem er sich einen Extrapunkt für den K.o.-Sieg sicherte. Der gebürtige Armenier feierte seinen 25. K.o.-Sieg, vor allem auch ein Verdienst von Ulli Wegner. Ein Trainer-Porträt. 

Berlin, 18. Oktober (isk-Korrespondent Manfred Hönel): 

In der Ecke gab ein alter Bekannter des deutschen Boxsports die Anweisungen: Trainer Ulli Wegner, der großen Anteil an so vielen Faustkampf-Erfolgsgeschichten hat. Ein Blick in die Welt des Profi-Stalls Sauerland Event – im sehr altehrwürdigen Turngebäude des Olympiastadions – unterstreicht, was viele Betrachter nicht einmal ahnen: Ein Top-Coach muss viel mehr sein als ein „Haudrauf“. Auch Lehrer, Einpeitscher, Pfarrer, Seelenmasseur und Kumpel. „Trainer müssen über die Fähigkeit verfügen, junge Menschen bis zum totalen Selbsteinsatz zu motivieren. Trotzdem muss der Athlet die Achtung seines Trainers spüren. Spitzensport bedeutet nichts anderes, als beim Training und Wettkampf fast täglich an seine Grenzen zu stoßen. Weltklasse zu formen ist kein Zaubertrick, sondern unglaublich harte Arbeit“, urteilt Ulli Wegner über seinen Berufsstand. Deshalb seien nur Athleten mit eisernem Willen geeignet, in die Weltspitze zu gelangen. „Dass Marco Huck in Halle Weltmeister wurde, ist mein persönlicher Doktortitel“, scherzt Wegner.

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16.09.09

Faustrecht der Prärie

Mysteriöse Ereignisse in der internationalen Boxszene 

Das Publikum am Ring der Profiboxszene in Deutschland  hat sich in letzter Zeit gewandelt. Die Goldketten-Träger und auf Highheels stöckelnde Damen haben sich weitestgehend von den Boxringen verflüchtigt. Doch im internationalen Boxgeschehen gibt es weiterhin mehr als mysteriöse, undurchsichtige Vorgänge. 

Hamburg, 16. September (Manfred Hönel): Erst im August jagten zwei Schützen aus dem Hinterhalt dem Manager des Hamburger Arena-Boxstalls  Ahmed Öner um 22.15 Uhr im dunklen Hamburg-Bergfeld drei Kugeln in den Oberschenkel. Öner vermutet: "Dass muss aus der Boxszene kommen." Der Deutsch-Türke liegt seit Jahren mit einem Teil der deutschen Profiboxer im Clinch. Doch er sieht Feinde auch in Kuba, denn Öner finanzierte schon mehrfach Faustkämpfern die Flucht von der Zuckerinsel. Fidel Castro soll Öner deshalb angeblich als Anführer der "deutschen Mafia" bezeichnet haben. Am 10. Oktober beabsichtigt er, im New Yorker Madison Square Garden die Boxnacht  Latin Fury 12 zu organisieren. Dabei sollen auch die Olympiasieger und Amateur-Ex-Weltmeister Yurierkis Gamboa und Odlandier Solis aus Kuba antreten. Abgesehen davon hat die Hamburger Staatsanwaltschaft  Anklage in 16 Fällen gegen den 37 Jahre alten Ahmed Öner erhoben. Der Manager, Schwiegersohn von Startrainer Fritz Sdunek, will nun mit seiner Familie Hamburg so schnell wie möglich verlassen. 

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28.06.09

Vier Fäuste für ein Hallelujah

Kampf Walujew - Witali Klitschko im Gespräch

Nikolai Walujew (35) redet neuerdings von einem herbstlichen Kampf gegen Witali Klitschko – und der Angesprochene bestätigt in einem Interview mit einer Zeitung sein Interesse an einem solchen  Kampf, der Boxer steht gleichzeitig aber auch in der Pflicht, seinen Titel zu verteidigen. (Foto: © Ria Novosti).

Helmut Berger:

Frankfurt am Main, 28. Juni (sps, Ria Novosti).-  Es gibt kaum noch einen Samstag  an dem RTL, ARD oder ZDF nicht mit viel Klimbim und Ballyhoo mehr oder weniger attraktive Profi-Boxkämpfe über die Mattscheibe flimmern lassen. Nachdem vor einer Woche erst der Ukrainer Wladimir Klitschko mit einem technischen K.o.-Sieg seine Künste gegen den Russen Ruslan Chagaev in RTL – und vor rund 60 000 Zuschauern  in Gelsenkirchen –  zur Schau stellten durfte, absolvierte jetzt der in Armenien geborene Deutsche Arthur Abraham einen Auftritt in der ARD, wobei er seinen WM-Titel (Marke IBF) im Mittelgewicht gegen Mahir Oral durch einen technischen K.o.-Sieg erfolgreich verteidigte. Doch weil das blühende Geschäft nicht zum Stillstand kommen darf, werden schon die die Glocken für einen einträglichen Kampf im Herbst geläutet. Die vorgesehenen Protagonisten, die sich selbst ins Gespräch brachten, sind Witali Klitschko und Nikolai Walujew.

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14.06.09

Wundersame Fügungen

Wie es zum Boxkampf Klitschko – Chagaev kam


Ruslan Chagaev boxt am Samstag in der Arena auf Schalke gegen Wladimir Klitscho – es ist ein Kampf, der auf gar wundersame Weise zustande gekommen ist, so recht nach dem Geschmack jener, die am großen Rad des Boxgeschäftes drehen. Michael Timm, Trainer von Chagaev schwärmt  denn auch klar von einem Boxkampf für die Geschichtsbücher. Und dass das ganze Theater im Fernsehen (RTL) zu sehen sein wird, versteht sich heutzutage von selbst. (Foto: © Universum).


Manfred Hönel:

 

Hamburg, 14. Juni. - Beim Boxstall Universum in Hamburg-Wandsbek herrscht ziemlich reges Treiben. Schwergewichtler Ruslan Chagaev bearbeitet unermüdlich seinen Sparringspartner Julius Long aus den USA, beide wirken hoch konzentriert. Trainer Michael Timm beobachtet jede Bewegung. „Wir müssen für den Kampf in der Arena Auf Schalke perfekt vorbereitet sein. Chagaev gegen Wladimir Klitschko wird ein Giganten-Kampf. Eine riesige Show, die vor 60.000 Zuschauern in die Boxgeschichte eingehen wird“, rührt der 45-jährige Coach voller Begeisterung die Werbetrommel.

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27.05.09

Der Mann mit dem Hammer

Russischer Boxriese will WBA-Titel zurückholen


Nikolai Walujew bereitete sich in Kienbaum nahe von Berlin auf die Titelverteidigung im Schwergewicht vor – sein Gegner beim Kampf am Samstag in Helsinki ist der Usbeke Ruslan Tschagajew (Foto: © Sauerland-Event).

Von Manfred Hönel

Berlin, 27. Mai. - Der starke russische Boxriese Nikolai Walujew (35) ist fest entschlossen, sich den WBA-Titel im Schwergewicht gegen den Usbeken Ruslan Tschagajew (30. Mai in Helsinki) endgültig zurückzuholen. Aktuell befindet sich der Gürtel im Schwebezustand. Walujew darf sich Weltmeister nennen: er bezwang Evander Holyfield (USA) in einem so genannten Interims-WM-Kampf. Tschagajew wiederum wird von der WBA als Champion im Wartestand geführt. Seine Titelverteidigung platzte, weil sich der 30-Jährige wenige Tage vor dem Faustduell die Achillessehne gerissen hatte. 2007 musste 2,17 m-Riese Walujew gegen den fast 30 Zentimeter kleineren Usbeken seine bisher einzige Niederlage einstecken. Der Profi aus St. Petersburg verlor in einem Zwölf-Runden Fight nach Punkten. "Ich habe damals zu viele Fehler gemacht. In Helsinki passiert mir das nicht wieder", sagte Walujew dem Berichterstatter der Internationalen Sportkorrespondenz vor dem Abflug nach Finnland.

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30.04.09

Pazifischer Wirbelsturm

Boxer Manny Pacquiao in Hollywood und Las Vegas

200px-Manny_Pacquiao Manny Pacquiao ist eine schillernde Figur im Boxsport – auf den Philippinen gilt er als Nationalheld, er hat sich in Hollywood auf den Kampf gegen den Briten Ricky Hatton vorbereitet, und boxt in Las Vegas, um sich dort den WM-Titel in der sechsten Gewichtsklasse zu holen.  (Foto: wikipedia)

Von Mike Nash

 

Las Vegas, 30. April. - Wie ein „Wirbelsturm über dem Pazifik“ will der 30-jährige Manny Pacquiao von den Philippinen seinen gleichaltrigen britischen Kontrahenten Ricky Hatton am Samstag in Las Vegas aus dem Boxring fegen. Freddie Roach, sein amerikanischer Trainer, sagt einen Knockout in der dritten Runde voraus. Große Sprüche gehören zum Geschäft, vor allem in der Glücksspiel-Metropole. In dem „Super-Fight zwischen Ost und West“ ist Pacquiao auch Favorit bei den Buchmachern. Der Nationalheld aus Manila, der sich in Hollywood auf den nächsten Kampf vorbereitet hat, gibt sein Debüt im Halbweltergewicht. Als erster Faustkämpfer Asiens errang er Weltmeistergürtel in fünf Gewichtsklassen, vom Fliegen- bis zum Leichtgewicht. „Wenn ich jetzt den sechsten Titel hole, steht mein Name bei den größten Boxern der Geschichte.“ 

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07.04.09

Maulheld mit Stetson

Ein selbsternannter Retter gegen „Ost-Invasion“

Haye David Deron Haye preist sich  als Retter des Boxsports an; der englische Herausforderer des Weltmeister tönt lauthals: .„Kein Klitschko kann mich aufhalten“. Na, schaun mer mal. (Foto: Screenshoot Fernsehsender RTL).

Von Norman M. Noyber

London, 7. April.-  „Ich werde bald der neue Champion sein“, tönt der 28-jährige Londoner. „Ich fühle mich von den großen Kämpfern der Vergangenheit berufen, im Schwergewicht aufzuräumen.“  Sehr selbstgefällig fügt Fighter hinzu: „Das tue ich für Jack Dempsey, Rocky Marciano, Joe Luis, Muhammad Ali und Joe Frazier.“ Passend zu den Sprüchen ist das Outfit des David Haye: am liebsten texanisch mit Stetson-Hut und Cowboy-Stiefeln aus Schlangenleder. Der 1,90 Meter große Boxer bringt es nicht einmal auf 100 kg. Erst zwei Kämpfe hat er im Schwergewicht bestritten. In der Gewichtsklasse darunter trug er 23 Fights aus, gewann 22, bis auf einen durch Knockout – allerdings allesamt gegen weniger hochklassige Gegner. Die einzige Niederlage erlitt er 2004 in der fünften Runde durch seinen Landsmann Carl Thompson.

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19.03.09

An Vitali kommt keiner vorbei, außer ...?

Gomez oder Klitschko, das ist hier die Frage

Klitschko_Gomez_190_02 Juan Carlos Gomez  und sein Gegner Vitali Klitschko beim Ballyhooy für den Boxkampf in der Stuttgarter Schleyer-Halle am Samstag. Im Sprüche abliefern sind beide nicht schlecht. Also, schaun'n mer mal! (Foto: Arena-Boxpromotion).

Von Guido Dobbratz

Stuttgart, 19. März. - Es ist alles angerichtet für den großen Show-Down am Samstagabend in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyerhalle, wenn sich der Titelverteidiger Vitali Klitschko und sein Herausforderer Juan Carlos Gomez im Schwergewicht in einem WM-Kampf gegenüberstehen. Das letzte Training wurde absolviert, die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Kampfansagen ausgetauscht. „Ich werde Vitali derart blamieren, dass er danach seine Karriere beenden wird“, tönt der 35-jährige kubanische Herausforderer. Cool gibt sich dagegen der zwei Jahre ältere Champion. „Ich weiß um die Stärken von Gomez, werde den Kampf aber siegreich beenden. Mich hält keiner auf“, argumentiert Klitschko.

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03.12.08

Commander Calzaghe

In 46 Kämpfen blieb der Waliser Ausnahmeboxer ungeschlagen 

Calzaghewikipedia Joe Calzaghe, ein Boxer, der seit Jahren das Super-Mittelgewicht dominiert, wurde von der Queen im Buckingham-Palast als „Commander Pfeil20_pixel_5 of the British Empire“ geehrt. Norman M. Noyber würdigt den brillanten Faustkämpfer.

London, 3. Dezember. - Der Marquess of Queensberry hätte seine helle Freude an der Schlagkraft britischer Boxer. Vor mehr als hundert Jahren stellte er bis heute gültige Regeln für den Faustkampf auf. Jetzt wurde wieder ein Fighter im Buckingham-Palast von der Queen geehrt. Joe Calzaghe, in immerhin 46 Kämpfen ungeschlagener Weltmeister, erhielt die Auszeichnung „Commander of the British Empire“. Der 36 Jahre alte Waliser italienischer Abstammung ist nach Auffassung vieler Experten der beste britische Boxer aller Zeiten. „Ich war nervöser als sonst im Ring“, sagte Calzaghe nach der Audienz bei Königin Elisabeth II, die sowohl den sportlichen Erfolg als auch sein wohltätiges Engagement würdigte.

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