Im siebten Himmel
Ein Traum wird wahr: New Orleans gewinnt Super Bowl
Frankfurt am Main/Miami, 8. Februar (Christian Stör): Am Anfang sah alles noch nach einem Sieg des Favoriten aus. Zehn Punkte betrug der Vorsprung der Indianapolis Colts nach dem ersten Viertel, doch am Ende hatten nur die New Orleans Saints Grund zum Jubeln: Mit 31:17 gewann der Außenseiter den Super Bowl XLIV und holte damit zum ersten Mal in seiner Geschichte den Meistertitel der National Football League (NFL) nach Louisiana.
Die Entscheidung fiel knapp drei Minuten vor Schluss. 24:17 lagen die New Orleans Saints in Führung, der Sieg war greifbar nahe, nur einmal noch musste die Abwehr der Saints dem Angriffswirbel der Indianapolis Colts standhalten. Doch wie einfach ist das, wenn auf der anderen Seite ein Peyton Manning steht, der bereits zigmal in seiner Karriere ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen hat? Tatsächlich führte Manning die Colts bis an die 31-Yard-Linie der Saints, versuchte dann Reggie Wayne anzuspielen, doch Tracy Porter spritzte dazwischen, pflückte den Ball aus der Luft und trug ihn für sieben weitere Punkte 74 Yards zurück bis in die Endzone der Colts. Indianapolis war geschlagen, New Orleans schwebte im siebten Himmel. „Wer hätte vor vier Jahren gedacht, dass so etwas jemals passieren könnte“, sagte Saints-Quarterback Drew Brees, der zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. „85 Prozent der Stadt standen unter Wasser, niemand wusste, ob es die Stadt überhaupt wieder geben würde und ob die Saints zurückkehren können.“



























