21 posts categorized "Am. Football & US-Sport"

08.02.10

Im siebten Himmel

Ein Traum wird wahr: New Orleans gewinnt Super Bowl 

Frankfurt am Main/Miami, 8. Februar (Christian Stör): Am Anfang sah alles noch nach einem Sieg des Favoriten aus. Zehn Punkte betrug der Vorsprung der Indianapolis Colts nach dem ersten Viertel, doch am Ende hatten nur die New Orleans Saints Grund zum Jubeln: Mit 31:17 gewann der Außenseiter den Super Bowl XLIV und holte damit zum ersten Mal in seiner Geschichte den Meistertitel der National Football League (NFL) nach Louisiana. 

Die Entscheidung fiel knapp drei Minuten vor Schluss. 24:17 lagen die New Orleans Saints in Führung, der Sieg war greifbar nahe, nur einmal noch musste die Abwehr der Saints dem Angriffswirbel der Indianapolis Colts standhalten. Doch wie einfach ist das, wenn auf der anderen Seite ein Peyton Manning steht, der bereits zigmal in seiner Karriere ein schon verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen hat? Tatsächlich führte Manning die Colts bis an die 31-Yard-Linie der Saints, versuchte dann Reggie Wayne anzuspielen, doch Tracy Porter spritzte dazwischen, pflückte den Ball aus der Luft und trug ihn für sieben weitere Punkte 74 Yards zurück bis in die Endzone der Colts. Indianapolis war geschlagen, New Orleans schwebte im siebten Himmel. „Wer hätte vor vier Jahren gedacht, dass so etwas jemals passieren könnte“, sagte Saints-Quarterback Drew Brees, der zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. „85 Prozent der Stadt standen unter Wasser, niemand wusste, ob es die Stadt überhaupt wieder geben würde und ob die Saints zurückkehren können.“ 

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06.02.10

Football-Tanz der Schwergewichte

Indianapolis und New Orleans messen im Super Bowl ihre Kräfte 

Frankfurt am Main/Miami, 6. Februar (Christian Stör): Einmal im Jahr herrscht in den USA Ausnahmezustand – und zwar immer dann, wenn die National Football League (NFL) im Super Bowl ihren Meister kürt. Jetzt ist es wieder soweit: Am Sonntagabend stehen sich in Miami die Indianapolis Colts und die New Orleans Saints im Kampf um die begehrte Vince-Lombardi-Trophäe gegenüber. 

Auf dieses Spiel freut sich ganz Amerika. Indianapolis gegen New Orleans, das ist so ein bisschen wie Muhamad Ali gegen Joe Frazier, ein Duell zweier Schwergewichte, die sich wahrscheinlich einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern werden. Kein Wunder also, dass sich die Verantwortlichen der NFL ob dieses Glücksfalls genüsslich die Hände reiben. Zu oft in der Vergangenheit war die Kluft halt einfach zu groß gewesen zwischen dem Favoriten und dem Außenseiter im Super Bowl. Erinnert sei in diesem Zusammenhang vor allem an die Spiele der 80er- und 90er-Jahre, als Ergebnisse wie 38:9 (1984), 46:10 (1986), 42:10 (1988), 55:10 (1990) oder 52:17 (1993) an der Tagesordnung waren. Da stellte sich schnell Langeweile ein, und in der Regel konnte man schon zur Halbzeit getrost nach Hause gehen, da die Entscheidung längst schon gefallen war. Zuletzt sah die Sache dagegen ganz anders aus. Klar, im Jahr 2001 hieß es noch einmal 34:7, doch in den meisten Fällen war Spannung angesagt bis fast zum Schluss, so vor allem in den vergangenen beiden Jahren, als erst mit dem letzten Spielzug der Sieger feststand. 

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02.02.09

Big Bens große Stunde

Pittsburgh Steelers  kassieren  Super Bowl

Photo16 Ben Roethlisberger führte am Sonntag  in Tampa (Florida) die Pittsburgh Steelers zum sechsten Mal in ihrer Geschichte zum Sieg  im Super Bowl.. Das Team aus Pennsylvania setzte sich im Finale der US-amerikanischen Footballliga NFL mit 27:23 gegen die Arizona Cardinals durch (Foto: BBR-Web).

Frankfurt am Main/Tampa, 2. Februar (Von Christian Stör/sps). - Es war mal wieder so eine Situation, von der jeder kleine Junge, der in der NFL ein Star werden will, immer träumt. 2:37 Minuten waren vor 70 774 Zuschauern im voll besetzten Raymond-James-Stadion von Tampa noch zu spielen, die Pittsburgh Steelers lagen mit drei Punkten gegen die Arizona Cardinals zurück, der Ball befand sich an der eigenen 22-Yard-Linie, der Weg bis zur gegnerischen Endzone war noch so unendlich weit. Jetzt, in den letzten zwei, drei Minuten des Super Bowls würde sich entscheiden, ob Pittsburghs Quarterback Ben Roethlisberger, der aufgrund seiner Größe von 1,96 Meter den Spitznamen „Big Ben“ trägt, auf eine Stufe zu stellen ist mit den ganz Großen seiner Zunft, mit Johnny Unitas, Joe Montana, John Elway oder Tom Brady.

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30.01.09

Rückkehr ins Rampenlicht

Football: Beim Super Bowl blicken alle auf Kurt Warner

Warner02 Kurt Warner hat in seiner  außerordentlich abwechslungsreichen Karriere schon so ziemlich alles erlebt. Mal war er ganz oben, mal ganz unten, mal einfach nur Durchschnitt. Jetzt kann er wieder lachen, denn am Ende einer aufregenden Footballsaison steht der 37-Jährige zum dritten Mal binnen neun Jahren im Super Bowl, dem Finale der US-amerikanischen Profiliga. In der Nacht zum Montag kämpft der  Quarterback mit den Arizona Cardinals gegen die favorisierten Pittsburgh Steelers um den Titel. (Foto: iPhone/Print).

Frankfurt am Main/Tampa, 30. Januar (Von Christian Stör/sps) . - Eigentlich galt er schon längst als Auslaufmodell. Sicher, das eine oder andere Mal ließ Kurt Warner sein altes Können noch einmal aufblitzen, doch konnte das mehr sein als nur ein Strohfeuer? Wohl kaum. Er war halt einfach schon zu alt, zu langsam, zu behäbig, keiner hatte mehr Verwendung für ihn.So stand er fast nur noch als Ersatzmann an der Seitenlinie, weit abseits des Geschehens auf dem Feld, weit entfernt auch von dem Ruhm, den er einst einmal hatte genießen dürfen. Ein paar wenige Auftritte waren ihm noch vergönnt, das war es dann aber auch schon. Nein, das hatte alles nichts mehr mit jener Zeit zu tun, da er als Quarterback der St. Louis Rams die National Football League (NFL) verzaubert und einmal auch, in der Saison 1999/2000, seine Mannschaft zum Sieg im Super Bowl geführt hatte.

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17.11.08

Johnsons dritter Nascar-Streich

Wirtschaftskrise beutelt US-Rennserie an Ecken und Enden

Johnsonwikipediaorg Jimmie Johnson hat beim Finale der Nascar in Miami am Sonntag den 15. Platz belegt und damit den Titel des Jahres 2008 gewonnen. Die Saison ging erfolgreich zu Pfeil20_pixel_5 Ende, gleichwohl leidet die Serie an vielen Krankheiten wirtschaftlicher Art. Unser Berichterstatter Mike Nash wirft deshalb einen Blick auf die Bemühungen um das Überleben der populären Serie.

Miami/Florida, 17. November.- Am Sonntag erlebte der Home­stead Miami Raceway in Florida den Showdown um die Sprint Cup Serie, die Königsklasse der Nascar-Rennen. Diese Stock Car Races sind in den USA populärer als die Formel 1.  Jimmie Johnson gewann mit seinem Chevrolet Impala den Titel vor Carl Edwards (Ford Fusion), dem ein Sieg im letzten Rennen nicht reichte, um noch ganz nach vorne zu kommen. Johnson, ein 33 Jahre alter Kalifornier aus El Cajon, ist mit seinem dritten Titel nacheinander der zweite Pilot, dem ein solcher Hattrick gelang – nach Cale Yarborough von 1976 bis 1978. Johnson war mit acht Siegen und sechs Pole positions der herausragende Pilot 2008 und fuhr mehr als acht Millionen Dollar Preisgelder ein. Seit 2002 saust er mit den Stock-Car-Boliden über die Pisten und war seither jedes Mal in der Endabrechnung unter den Top-5.

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08.09.08

Einstand nach Maß für Favre

Christian Stör kommentiert den Start in die NFL-Saison

180pxbrettfavre Beim Saisonauftakt der National Football League (NFL) waren alle Augen auf Quarterback-Legende Brett Favre gerichtet, der nach 16 Jahren im Dienst der Green Bay Packers sein erstes Spiel für seinen neuen Arbeitgeber, die New York Jets, bestritt.

Frankfurt am Main, 8. September (sps).- In der Schlussphase war Brett Favre nur noch eine Randfigur. 15 von 22 Pässen hatte der 38-Jährige zuvor an den Mann gebracht, 194 Yards dabei erzielt, zwei Touchdowns geworfen und seine Mannschaft mit 20:14 im Auswärtsspiel bei den Miami Dolphins in Führung gebracht. Doch in den letzten beiden Minuten stand ausgerechnet Favres Gegenüber Chad Pennington, der vor Saisonbeginn von den Jets zu den Dolphins gewechselt war, im Zentrum des Geschehens. Der Ball lag an der Mittellinie, 58 Sekunden waren noch zu spielen, mehr als genug Zeit, um mit einem Touchdown dem Spiel noch eine Wende zu geben. Und Miami marschierte: Zehn Sekunden vor Schluss waren die Dolphins nur noch 18 Yards von der gegnerischen Endzone entfernt, Brett Favre stand derweil hilflos an der Seitenlinie, konnte ins Geschehen nicht mehr eingreifen. Da setzte Pennington zum finalen Wurf an, doch Jets-Verteidiger Darrelle Revis pflückte das Ei runter, Miamis Angriff war versandet, New York hatte gewonnen - und Favre freute sich an der Außenlinie wie ein kleines Kind.

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04.02.08

Gigantische Glücksgefühle

UnerwarteterTriumph der New York Giants im Super Bowl-Finale

200pxmanningeli Die New York Giants haben zum dritten Mal nach 1987 und 1991 die Super Bowl-Trophäe der amerikanischen Profi-Footballliga NFL gewonnen. Im Finale setzte sich der Außenseiter in einem dramatischen Spiel mit 17:14 gegen den hohen Favoriten aus New England durch. Und zum Held des Tages wurde Spielmacher Eli Manning (Foto: wikipedia).

Glendale/Frankfurt am Main, 4. Februar. - (Von Christian Stör). Normalerweise gibt es in einem Footballspiel eine feste Regel: Eine einzelne Szene entscheidet niemals über Wohl oder Wehe beider Mannschaften. Am Sonntag  wurde diese Regel dann aber doch einmal außer Kraft gesetzt. Denn das Husarenstück, das Eli Manning, dem Spielmacher der Giants, gelang, war einfach so fantastisch, dass wohl keiner mehr im Stadion, seien es nun die Zuschauer, die Trainer oder die Spieler selbst, daran zweifelte, wer am Ende den Platz als Sieger verlassen würde. Exakt eine Minute und fünfzehn Sekunden waren noch zu spielen, New York lag mit 10:14 zurück, der Ball lag an der 44-Yards-Linie der Giants, fünf Yards fehlten noch zu einem neuen ersten Versuch. Als Manning den Ball bekam, fand er sich sofort von drei Verteidigern umringt, halb hatten sie ihn schon zu Boden gerissen, doch irgendwie machte er sich von seinen Bewachern los, lief noch ein paar Schritte nach hinten und warf den Ball fast verzweifelt nach vorne – wo er auf fast wundersame Art in den Armen von David Tyree landete, der den Ball trotz schärfster Bewachung an der 24-Yard-Linie der Patriots aus der Luft pflückte. Exakt 16 Sekunden dauerte dieser Spielzug, der die Wende einleitete, die Manning mit einem 13-Yard-Touchdownpass auf Plaxico Burress 35 Sekunden vor Spielschluss zu einem guten Ende brachte.

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21.01.08

Die Unbesiegten und ihre Herausforderer

Super-Bowl-Finale heißt New England Patriots gegen New York Giants

180pxsuperbowl_trophy_crop Darum geht es am nächsten Sonntag im Phönix Stadium von Glendale in Arizona: Der Sieger- pokal des Super Bowl ist die Vince-Lombardi-Trophy. Sie ist nach dem Trainer der Green Bay Packers, die als erste Mannschaft den Super Bowl gewann, benannt. (Foto: wikipedia)..

Frankfurt am Main, 21. Januar (Von Christian Stör). Wenn die NFL in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar in den USA im Spiel um den Super Bowl ihren Meister sucht, dann erwartet die Nation ein etwas un- gleiches Duell. In der einen Ecke wartet der ungeschlagene Champion aus New England, dessen Kampfbilanz seines- gleichen sucht in der Geschichte der NFL: 18 Spiele, 18 Siege, darunter, um in der Boxsprache zu bleiben, quasi auch einige Knockouts, wie das 52:7 gegen Washington oder das 56:10 in Buffalo. Auf der anderen Seite stehen die New York Giants, die mit 13 Siegen und sechs Niederlagen nicht unbedingt als Favorit anzusehen sind.

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30.12.07

Football perfekt, doch ohne Garantie

New England stellt in der NFL einige neue Rekorde auf

Randy_moss Als erste Mannschaft nach den Miami Dolphins vor 35 Jahren haben die New England Patriots die reguläre Saison der amerikanischen Profi- Footballliga NFL mit einer perfekten Bilanz beendet. Das 38:35 im Auswärtsspiel bei den New York Giants war der 16. Sieg im 16. Spiel. Und es gab dabei drei Rekorde, einer stammt von Randy Moss (Foto: wikipedia), den in diesen Matches 23 von 50 Tom-Brady-Pässe erreichten.

New York/Frankfurt am Main, 30. Dezember (Von Christian Stör). Leicht haben es die Giants ihren Gästen aus New England dabei allerdings nicht gemacht. Gleich zu Beginn konnte New York seinen ersten Ballbesitz nach einem Pass über sieben Yards von Quarterback Eli Manning auf Brandon Jacobs erfolgreich mit einem Touchdown abschließen und lag damit 7:0 in Führung. Die Antwort der Patriots ließ nicht lange auf sich warten: Tom Brady führte sein Team bis an die gegnerische 19-Yard-Linie, wo der Angriff aber ins Stocken geriet. New England musste sich deshalb mit einem 37-Yard-Feldtor von Stephen Gostkowski begnügen. Auch danach machte New York dem Favoriten weiter das Leben schwer: Zwar ging New England zweimal in Führung, doch konnten die Giants mit zwei Touchdowns hintereinander die Initiative an sich reißen. So lag New York nach fünf Minuten des dritten Viertels mit 28:16 in Führung. Danach aber demonstrierten die Patriots, warum sie jedes ihrer Spiele gewonnen haben: Mit drei Touchdowns binnen fünfzehn Minuten stellten sie die Weichen wieder auf Sieg. New York konnte zwar noch einmal auf 35:38 verkürzen, doch reichte die Zeit nicht mehr, um dem Spiel eine letzte Wendung zu geben.

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12.12.07

Auf dem Weg zur Perfektion

Die New England Patriots können in der NFL Geschichte schreiben

Brady Die Maschinerie um Spielmacher Tom Brady (Foto: openpr) war einfach nicht aufzuhalten.

Frankfurt am Main, 12. Dezember (Von Christian Stör-sps). Die Geschichte stimmt zwar nicht, ist aber viel zu schön, um sie nicht trotzdem zu erzählen: Jedes Jahr, so heißt es also, zelebrieren die Footballspieler der Miami Dolphins, die 1972 den Super Bowl gewonnen haben, ein ganz besonderes Ritual: Sobald auch die letzte bis dato ungeschlagene Mannschaft der National Football League (NFL) ihre erste Niederlage einstecken muss, setzen sie sich zusammen und leeren das eine oder andere Glas Champagner miteinander. Grund zum Feiern hätten sie wohl in der Tat: Einzig die Dolphins sind es ja, die in der NFL bisher eine perfekte Saison ohne eine einzige Niederlage hinlegen konnten. Doch, wie gesagt, die Geschichte ist leider nicht wahr, sie ist nur eine hübsche Legende.

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